Wandsbeks Gedächtnis

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Helmuth Fricke verstarb kurz nach seinem 80. Geburtstag Foto: wb

Heimatforscher Helmuth Fricke verstorben

Wandsbek. Überall im Stadtteil kann man von ihm lernen. Tafeln im Bezirk, die auf einem Rundgang die Geschichte Wandsbeks erlebbar machen, zeugen von seiner Arbeit.
„Helmuth Fricke war für mich der bedeutendste Heimatforscher in Wandsbek. Sein Tod ist ein schwerer Verlust für Wandsbek“, sagt sein Freund Michael Pommerening (62).
Die Geschichte Wandsbeks zu erhalten und Menschen nahe zu bringen, dafür hat Helmuth Fricke gelebt. Er war Verleger und Autor. In seinen Büchern arbeitete er die Geschichte des Bezirks detailliert auf. An dem historischen Rundgang Wandsbek war er maßgeblich beteiligt.
„Für uns war Helmuth Fricke das Gedächtnis von Wandsbek“, sagt Ingrid Voss, 1. Vorsitzende des Bürgervereins, dem Fricke seit 1984 angehörte.
1933 im damals noch preußischen Wandsbek geboren, blieb Fricke seiner Heimat treu. Er besuchte das Matthias-Claudius-Gymnasium an der Witthöfft-
straße und absolvierte im Anschluss eine Ausbildung zum Buchhandels- und Verlagskaufmann. Nach Aufenthalten in Stuttgart und Düsseldorf kehrte er wieder nach Wandsbek zurück und konzentrierte sich auf die Arbeit in Verlagen. „Er war immer neugierig“, sagt Ingrid Voss. „Als bei Bauarbeiten in Tonndorf ein alter Grenzstein gefunden wurde, erforschte er die Vergangenheit des historischen Fundes“, so Voss.
Fricke engagierte sich in zahlreichen Stadtteilvereinen. Der Bürgerverein verlieh ihm vor fünf Jahren die Ehrenmitgliedschaft für seine wertvolle Arbeit. Fricke war leitender Redakteur der Stadtteilzeitschrift „Wandsbek informativ“ und Buchautor. Er erhielt das Bundesverdienstkreuz, den Portugaleser in Bronze, die Hamburger Verdienstmedaille und die Wandsbeker Medaille. (mt)
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