Wandsbeks (un)schöne Ecken

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Dennis Paustian-Döscher (l.) und Olaf Duge(r.) von den Grünen, sowie die 2. Bürgermeisterin Katharina Fegebank (2.v.r.) luden interessierte Anwohner am vergangenen Wochenende zu einer Fahrradtour durch den Stadtteil ein Foto: Grell

Grünen-Radtour: Eilbektal soll sicherer werden, Modellschiffsverkehr langsamer

Von Karen Grell
Wandsbek
Überwucherte Wanderwege, steile Abfahrten und dunkle Brückengänge – in Wandsbek gibt es einige Ecken, die verschönert werden könnten. An anderer Stelle, wie am südlichen Ufer des Mühlenteichs, sieht es dagegen schon richtig schick aus. Olaf Duge, der Wahlkreisabgeordnete der Grünen, lud interessierte Wandsbeker in der vergangenen Woche zu einer Radtour durch das Viertel ein, um die Schwachpunkte und die schönen Orte neu zu entdecken. 

Unterwegs mit Fegebank

An der S-Bahnstation Friedrichsberg gestartet, ging es zusammen mit der zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank und dem Bezirksabgeordneten Dennis Paustian-Döscher zum Wandse-Wanderweg. Am Eilbektal kreuzt der Weg die Straße und alle, die zu dem gegenüberliegenden kleinen Spielplatz und in Richtung Mühlenteich zur Unterführung wollen, müssen hier passieren. Eine Ampel oder einen Überweg gibt es an dieser Stelle nicht. „Hier müssten unbedingt mindestens fünf Parkplätze aufgehoben werden, um das Überqueren sicherer zu machen“, erklärt Olaf Duge. 

Licht in Unterführung

Bei der Unterführung angekommen, präsentierte sich gleich die nächste Stolperfalle: „Barrierefrei sieht anders aus“. Den steilen Abhang kann ein Fahrrad noch gerade hinunter geschoben werden, Rollstuhlfahrer haben an dieser Stelle keine Chance mehr. „Der Weg soll mit dem vom Bezirk bereitgestellten Mitteln verbessert und entschärft werden“, so Duge. 300.000 Euro stehen für die Sanierungen entlang des Wanderweges bereit. Die düstere Unterführung soll eine zusätzliche Beleuchtung bekommen. 

Regeln für Modellschiffe

Für den Mühlenteich, auf dem Modellbauschiffe fahren dürfen, soll es eine neue Regelung und eine Änderung der Nutzungsbedingungen geben. „Die Höchstgeschwindigkeit soll hier auf Schrittgeschwindigkeit festgelegt werden“, erklärt Olaf Duge. Durch moderne Technik rasen manche Boote heute mit fast 80 km/h über den See und verschrecken die Enten und andere Vögel. „Während der Brutzeit ist das Fahren ganz ungünstig und stört die Vögel extrem“, sagt Duge. 

Anwohner pflegen Grünbereich

Im Rahmen des Urban Gardenings ist am Mühlenteich  schon einiges zur Verschönerung passiert. „Hier sind Anwohner im Einsatz“, freut sich Duge über das viele Grün auf den Hochbeeten. Gleich hinter dem Parkstück neben dem Mühlenteich soll der Wandse-Wanderweg weiter ausgebaut werden. Das freut natürlich auch die Radfahrer, die hier eine tolle Querverbindung erhalten. „Wir haben hier in der Gegend des Mühlenteiches neuerdings auch wieder Reiher gesehen“, erwähnt Olaf Duge. Das sei ein gutes Zeichen dafür, dass die Natur hier in Ordnung ist. 
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