Wandsetaler lassen zu viele Chancen aus

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Der eingewechselte Dustin Haury (l.) vergab in der zweiten Halbzeit gleich drei gute Kopfballchancen Foto: Thomas Hoyer
 
Wandsetal Trainer Adebayo Tchalla sah eine Reihe individueller Fehler, die mit Gegentoren bestraft wurden Foto: Hoyer

TSV Wandsetal verliert Finale um den Holsten-Pokal mit 1:4 gegen Rot-Weiss Wilhelmsburg

Von Thomas Hoyer
Wandsbek
Mit einer herben Enttäuschung endete das Finale um den Holsten-Pokal für die Kicker der zweiten Mannschaft des TSV Wandsetal. Über weite Strecken klar dominierend, verlor das Team von Trainer Adebayo Tchalla gegen den SV Rot-Weiss Wilhelmsburg trotz einer Reihe bester Chancen klar mit 1:4. Nach ausgeglichener Anfangsphase kamen die Wandsetaler immer besser in die Partie, die vor 400 Zuschauern im Stadion von Barmbek-Uhlenhorst stattfand. Die erste Chance besaß Jan Schneekluth nach einer Ecke, doch ging sein Schuss weit über das Tor. In der Folge waren es kurz hintereinander Tobias Witt, der dem Torwart den Ball genau in die Arme schoss, und Steffen Schwab, der zunächst das Tor nicht traf und anschließend mit einem zu schwachen Kopfball nach Ecke von Witt Pech hatte (18./22./27.). Ein Freistoß von Marcel Tran und zwei Schüsse von Marcel Bethke fanden ebenfalls nicht den Weg ins gegnerische Tor (30./32./33.). Wirkliche Hochkaräter gab es vorerst aber noch nicht.

Schlechter Einwurf der Wandsetaler

Der Gegner hatte an diesem Tag einfach mehr Zielwasser getrunken, legte in der 36. Minute bei seinen wenigen Angriffe nach halbhoher Flanke durch Samed Kiremitci das 1:0 vor. Kurz vor dem Pausenpfiff leitete ein schlechter Einwurf der Wandsetaler den zweiten Treffer des Gegners ein, ein 30-Meter Schuss von Süleyman Solak, der Wandsetals Keeper Steffen Falkenhagen überraschte. Kaum hatte die zweite Halbzeit begonnen, hieß es bereits 0:3, ein Treffer bei dem sich die Abwehr nach Fehlpass von Christopher Handke im Mittelfeld durch einen langen Ball aushebeln ließ. Doch das Team steckte nicht auf, agierte überlegen und besaß Chance auf Chance. Zweimal vergab Tobias Witt, dann konnten Steffen Schwab und der eingewechselte Dustin Haury, der frei zum Kopfball kam, das Leder nicht im Tor unterbringen (47./ 49./ 50./ 60.). Das sollte sich abermals bitter rächen. Bei einem Hochkaräter des Gegners hatten die Wandsetaler noch Glück, als der Ball knapp am langen Pfosten vorbei strich. Nur 120 Sekunden später musste sich Keeper Falkenhagen dann aber doch zum vierten Mal geschlagen geben (63.), als sein zu kurzer Pass nicht beim eigenen Mitspieler ankam. Die Wandsetaler kämpften unverdrossen weiter, besaßen auch in der Folge erneut mehrere Topchancen. Vor allem nach Ecken sah die Abwehr des Gegners immer wieder ganz schlecht aus. Doch Erol Siegert, Haury (2) und Schwab (2) konnten daraus mit mehreren Kopfbällen einfach kein Kapital schlagen.

Wir haben uns heute selbst geschlagen

Erst kurz vor Schluss wurde das Engagement der Wandsetaler mit dem längst überfälligen Ehrentreffer belohnt. Einen von Haury vorgelegten Freistoß drosch Marcel Tran aus 17 Metern zum 1:4 halbhoch in die Maschen. „Meine Mannschaft hat von Beginn an Gas gegeben. Wir haben uns heute selbst geschlagen, der Gegner hat von unseren Fehlern profitiert“, lautete das Fazit von Trainer Adebayo Tchalla.
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