Wann verschwindet diese Ruine?

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Die „Horrorhäuser“ vom Berner Heerweg. Die Bauruinen verfallen seit vier Jahren Foto: tel/wb

2012 stoppte Behörde Häuserbau am Berner Heerweg. Grund: zu hoch! Bauherr droht Rückbau

Von Michael Hertel
Farmsen
Bei Sturm landen schon mal Fetzen der hässlich herunterhängenden Kunststoffplanen auf Gehwegen und Straße. In der Nachbarschaft heißen sie nur noch die „Horrorhäuser“: Gemeint ist ein Komplex aus zwei Endreihenhäusern und einer mittleren Wohneinheit am Berner Heerweg 49. Die Baustelle liegt an der Ecke Berner Heerweg/Ebeersreye in Farmsen. Wie das Wochenblatt erfuhr, besteht dort schon seit knapp vier Jahren ein Baustopp. Anwohner Günter Michelsen (77) wohnt seit 35 Jahren in Sichtweite der Baustelle: „Die ganze Nachbarschaft redet über die Bauruine. Die ist nicht nur hässlich, sondern möglicherweise auch gefährlich durch die umherfliegenden Kunststoffplanen. Außerdem soll es dort Ratten geben.“ Beim Bezirksamt kennt man die Baustelle, hat doch die Behörde selbst im Jahr 2012 den Baustopp verhängt. Grund: „Es wurde abweichend von der erteilten Baugenehmigung gebaut“, heißt es im Amtsdeutsch. Auf Nachfrage war zu erfahren, dass der Bauherr offensichtlich höher hinaus wollte, als es die Genehmigung hergab. Möglicherweise kam der Tipp von Anliegern. Michelsen: „Ich habe gehört, dass es um 1,20 Meter geht, die er zu hoch gebaut hat.“ Das Bezirksamt jedenfalls, so ist zu erfahren, steht mit dem Bauherrn in Kontakt. Der soll einen genehmigungsfähigen Bauantrag stellen, um weiterbauen zu können. „Andernfalls hat das Bezirksamt gegebenenfalls auch die Möglichkeit, einen Rückbau anzuordnen“, heißt es. Fragt sich nur, wie lange die Behörde noch zu warten gedenkt: Darauf gab es bislang keine Antwort. (wb)
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