Warum das Feuer ausfiel

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Der Holzhaufen im Strandbad Farmsen blieb am Karsamstag unberührt – das Osterfeuer durfte nicht stattfinden Foto: Schurwanz/wb

Kioskbetreiber am Strandbad konnte Auflagen des Bezirks nicht stemmen

Von Marco Dittmer
Farmsen
Während in ganz Hamburg am vergangenen Sonnabend Osterfeuer angezündet wurden, blieb der meterhohe Scheiterhaufen am Strandbad Farmsen unberührt. Dutzende Farmsener erfuhren erst vor Ort, dass es dieses Jahr kein Osterfeuer geben wird. Was war passiert? Karl Heinz Götz betreibt den Kiosk am Strandbad und organisiert seit Jahren die Osterfeuer. In diesem Jahr verlangte der Bezirk allerdings ein besonders strenges Sicherheitskonzept. Demnach sollten mindestens 20 ausgebildete Ordnungskräfte bei der Veranstaltung den Einlass kontrollieren und für Sicherheit sorgen, zudem durfte auf dem Gelände nur bis 20 Uhr Alkohol ausgegeben werden. Götz war schnell klar, dass er die Anforderungen nicht stemmen konnte. Allein die Personalkosten hätten einen Verlust in vierstelliger Höhe bedeutet. Der Bezirk verweist auf einen Großeinsatz der Polizei beim Osterfeuer im vergangenen Jahr. Damals rückten rund 40 Polizisten zu einer Rangelei zwischen betrunkenen Jugendlichen an. Die hohen Auflagen sollten einen erneuten Gewaltausbruch verhindern. Auch Hans-Otto Schurwanz, erster Vorsitzender des Bürgervereins Farmsen-Berne, stand am Sonnabend auf einer verlassenen Wiese und vor einem Scheiterhaufen, der nicht brennen sollte. „Die Reaktion des Bezirkes ist völlig übertrieben“, sagt Schurwanz, „zumal in den benachbarten Stadtteilen die Osterfeuer auch mit alkoholischem Ausschank stattgefunden haben.“
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