Was Heimat bedeutet

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Lila Jeyrani (l.) und Andrea Helle mit einer Zeichnung ihrer Schüler Foto: Grell

Brakula unterstützt Schulprojekt „Heimathafen“. Premiere im Kulturschloss

Bramfeld Schüler aus verschiedenen Bezirken Hamburgs haben sich mit dem Thema Heimat beschäftigt und zeigen am 4. Juni im Kulturschloss Wandsbek das Stück „Heimathafen“. In Kooperation mit dem Sasel-Haus, dem Kulturzentrum Brakula in Bramfeld und dem Wandsbeker Kulturschloss konnte dieses Projekt realisiert werden. Seit Ende März laufen die Workshops des Zirkus Shivani bei dem Kinder ab acht Jahren Jonglieren, Akrobatik und Clowns-Theater kennenlernen konnten. Zusammen mit den Mini Shivas und der aerial Dance academy stellten die Kids sich Fragen rund um das Thema Heimat und haben die Ergebnisse choreografisch umgesetzt. Was vermissen Zugezogene wohl am meisten? Ist Heimat eigentlich ein Gefühl, das für alle Kinder das Gleiche bedeutet? Die Performance in den bewegten Bildern zeigt erste Antworten: „Ein Dach über dem Kopf, das ist für viele der Kinder sehr wichtig“, erklären Tanzpädagogin Lila Jeyrani und Theatercoach Andrea Helle. Seit Wochen arbeiten sie mit den Jungendlichen, unter denen auch einige Flüchtlingskinder sind, an dem Thema Heimat und haben dabei die unterschiedlichsten Aspekte herausgearbeitet. Klara (11) ist vom Kurs total begeistert und hat auch viel über die Gedanken ihrer Mitschüler erfahren. Für viele sei der Begriff Heimat gar nicht an einen festen Ort gebunden, sondern bedeute vor Allem auch Freundschaft und Geborgenheit. „Kein einfaches Thema für die Schüler vom Bramfelder Dorfplatz“, so Andrea Helle, die weiß, dass gerade an dieser Schule auch schon viele Schüler, die einen Neustart erhofft hatten, wieder in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt wurden. In einer Zeit, in der an den Stadtteilschulen viele Schüler mit Jugendlichen zusammenkommen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, sich neue Freundschaften ergeben und auch immer wieder plötzliche Abschiede im Raum stehen, sei das Stück „Heimathafen“ ein Anker für die vielen unterschiedlichen Gefühle, die in die Klassenräume hinein prasseln und verarbeitet werden müssen. Die Jugendlichen sind mit großem Engagement dabei und man kann gespannt sein, welche Lösungsansätze die getanzten Bilder der Jugendlichen bereithalten. (kg)

Premiere „Heimathafen“, 4. Juni, 18 Uhr, Kulturschloss Wandsbek, Königsreihe 4
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