Was wird aus dem Freibad?

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Der Spielplatz mitten im Stadtteil ist matschig, für Kinder gibt es allerdings viel zu erlebenFoto: Grell

Bürger in Großlohe machen sich Sorgen um Verlust von Freizeitangeboten

Von Karen Grell
Rahlstedt
Großlohe gehört zu Rahlstedt und liegt an der Grenze zu Schleswig-Holstein. Die Siedlung aus den 1970er-Jahren hatte, solange sich die Rahlstedter erinnern können, schon immer den Ruf von sozialer Benachteiligung. Graue, teilweise sanierte, drei- bis vierstöckige Wohnblöcke, dazwischen ein paar Hochhäuser kurz vor dem Erdbeerfeld, auf dem im Sommer gepflückt wird. Thomas Falensky, Vorsitzender der Stadtteilversammlung Großlohe, kennt die Menschen, die hier im Quartier leben und weiß, dass viele von ihnen das Viertel nur selten verlassen. Umso mehr freuen sich die Familien, die in Großlohe leben darüber, dass es hier rundherum jede Menge Grün gibt. „Es liegt sogar ein tolles Schwimmbad im Stadtteil, in dem bereits meine Mutter als Kind zum Schwimmen ging“, erzählt Nikolas, der es absolut wichtig findet, in Großlohe Freizeitmöglichkeiten für Kinder zu erhalten. Wie es nun mit dem Freibad weitergeht, steht im Augenblick aber nicht fest. Das 30.000 Quadratmeter große Gelände ist aus Sicht von Investoren „ein Filetstück“, so der Kommentar von Karl-Heinz Warnholz (CDU). Auch Pläne im Zusammenhang mit dem Bau eines Gewerbegebietes direkt vor den Türen der Siedlung, hatten die Anwohner bereits verunsichert. „Wir haben hier doch nur das Schwimmbad und die paar Wiesen“, so der Ärger einer Anwohnerin aus dem Großloherring. Die Besucherzahlen seien im Freibad in Großlohe allerdings extrem rückläufig, so der Bericht aus der Stadtteilversammlung. Noch ist es zu kalt für das Schwimmbad – und Sofia und Kevin, die gerade bei ihren Cousins zu Besuch sind, freuen sich deshalb erst einmal über den großen Spielplatz mitten in der Wohnanlage. „Hier gibt es viel, was kleine Kinder machen können“, meinen Sofia (13) und Kevin (14), die sich schon zu alt fühlen für den Spielplatz und lieber auf der Bank sitzen und zusehen. „Ist schon etwas dreckig hier“, so der Kommentar der beiden Jugendlichen.
Paul und Anna (beide 7), die mit ihren Cousins auf den Spielplatz gekommen sind, freuen sich schon auf die Sommerferien, die sie fast immer zusammen mit der ganzen Familie aus Bremen in Großlohe verbringen. Was sie dann machen wollen? „Ins Freibad gehen, zum Spielplatz kommen oder Erdbeeren pflücken.“ Großlohe braucht seine Grünflächen, darin sind sich bei der Stadtteilversammlung zumindest alle einig.
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 03.02.2016 | 17:10  
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