Wasserqualität getestet

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Robert Jankowski misst mit einem Zollstock die Größe der Fische in der Wandse nach Foto: rdm

Kontrolluntersuchungen positiv. Wandse wird weiter renaturiert

Von Reinhard Meyer
Rahlstedt
Wissenschaftliche Kontrolluntersuchung der Wandse in unmittelbarer Nähe zu den Wandseterrassen: Robert Jankowski, Diplom-Meeresbiologe beim Hamburger Angelsportverband, soll im Auftrag der Behörde für Verkehr und Wirtschaft die Hamburger Gewässer begutachten.
Für die Untersuchung der Wandse in Rahlstedt muss Jankowski etliche Fische untersuchen. Dazu betäubt er sie mit einem ungefährlichen Elektrofischereigerät und fängt sie dabei mit einem Käscher ein. Anschließend kann er jeden Fisch nach Art, Größe, Jungfischbesatz und Zustand untersuchen. Die in der Wandse festgestellten Arten: Bachneunauge,Bachschmerle, Bachforelle und Stichling.

Den Fischen geht es gut


Jankowski kommt zu einem positiven Ergebnis: Der gesundheitliche Zustand der Fische ist gut. Er setzt sie nach der Untersuchung zurück ins Wandse-Wasser. Sie überstehen die Betäubung problemlos. Den Sauerstoffgehalt und den chemischen Zustand des Wassers bewertet der Fachmann mit gut. Alle Messergebnisse hält Jankowski schriftlich fest.
Problematisch ist seiner Meinung nach die Fließgeschwindigkeit der Wandse insgesamt. Sie ist an einigen Stellen zu breit und kann daher den von außen eingeschwemmten Sand nicht transportieren. Im Zuge der EG Wasserrahmenrichtlinie soll die Wandse bis zum Höltigbaum durchgängig gemacht werden, um die „Wiedereinbürgerung“ von Aal und Meerforelle zu ermöglichen. Bei der Kontrolluntersuchung waren auch Sven Baumung vom BSU Referat Artenschutz, Krystof Wesselowki und der Rahlstedter SPD Bürgerschaftsabgehordnete Ole Buschhüter, anwesend. Laut Ole Buschhüter ist das Bachbett der Wandse mit den Uferbereichen seit 2002 so erfolgreich renaturiert worden, dass nach und nach die „typische Tier- und Pflanzenwelt eines Forellenbaches“ entsteht.
Das Projekt „Forelle 2010“ ist mit Unterstützung ehrenamtlicher Bachpatenschaften ökologisch sehr erfolgreich. Mit dem Neubau der maroden Brücke an der ehemaligen Lackfabrik in Rahlstedt wird eine „knapp 80 Meter lange Sohlgleite“ gebaut, die Fischen einen ungehinderten Durchgang ermöglicht. „Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Befischung und Bestandserfassung lassen die bereits erzielten Fortschritte erkennen. Ich war positiv erstaunt darüber, welche verschiedenen Arten zu Tage traten“, so Ole Buschhüter.
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