Weltgedenktag

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Gegen Ende der Andacht: Blick auf den Lichtertisch, rechts Pastorin Anke Caßens-Neumann. Foto: rdm

Am 2. Adventssonntag wird der verstorbenen Kinder gedacht

Rahlstedt. In der Kapelle des Rahlstedter Friedhofs am Abend des 2. Advent gedachten „verwaiste“ Rahlstedter Eltern, Großeltern und Geschwister ihrer verstorbenen Kinder, Enkel, Brüder und Schwerstern. Pastorin Anke Caßens-Neumann von der Kirchengemeinde Farmsen-Berne ließ in ihren Worten der Andacht den besonderen Ernst dieser Stunde spüren. Sie gab den Angehörigen Trost und Hoffnung: „Jedes Kind hat das Licht erhellt und wird nie vergessen werden.

Sternenkärtchen

Jedes Licht steht für die Hoffnung, dass unser Leben, das Leben der Angehörigen und Freunde nicht für immer dunkel bleibt.“ Dazu mit Orgelbegleitung das hoffnungsvolle Lied des Advents: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…“ Die Eltern waren gebeten worden, am Eingang die Namen ihrer verstorbenen Kinder in ein Buch und auf ein Sternenkärtchen zu schreiben. Zum Ende der Andacht wurden die Lebensdaten der verstorbenen Kinder verlesen. Pastorin Anke Caßens-Neumann lud die Eltern ein, eine Kerze auf dem Tisch zu entzünden und das Sternenkärtchen mit dem Namen ihres Kindes dort niederzulegen. Danach begab sich die Gedenkgemeinde mit den leuchtenden Kerzen zum Sternenkindergrabfeld, dem Ort, wo Kinder beigesetzt werden, die ihr Erdenleben nicht beginnen konnten.

Weltweiter Gedenktag

Der 2. Advent ist der Weltgedenktag für verstorbene Kinder. Die Tradition ist aus den USA nach Deutschland gekommen. Der Gedenktag wird mittlerweile in vielen Gemeinden in Deutschland begangen, in Hamburg ist er allerdings noch wenig verbreitet. In diesem Jahr wurde neben der Andacht auf dem Rahlstedter Friedhof nur noch in Hauptkirche St. Michaelis der verstorbenen Kinder gedacht. Der Entschluss für eine solche Andacht in Rahlstedt wurde im vorigen Jahr in Gesprächen zwischen der Friedhofsverwaltung, dem Kirchengemeindeverband Rahlstedt und betroffenen Eltern aus Rahlstedt gefasst. (rdm)
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