Wenn aus der Umleitung Gewohnheit wird

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Mit der Ruhe in der Nordmarkstraße wird es bald vorbei sein Foto: sim
Hamburg: Nordmarkstraße |

Anwohner der Nordmarkstraße fordern dauerhafte Verkehrsberuhigung

Von Siegmund Menzel
Tonndorf
Die Anwohner der Nordmarkstraße beklagen ein „stark erhöhtes Verkehrsaufkommen“. Zudem würden sich viele Autofahrer nicht an die Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 halten, heißt es in einer Eingabe an die Bezirksversammlung. Der Hauptausschuss hat sie kürzlich an den Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek verwiesen. Die Anwohner bitten um straßenbautechnische Maßnahmen, die auf eine dauerhafte Verkehrsberuhigung zielen.

Abkürzung und Schleichweg

Die Nordmarkstraße ist eine reine Wohnstraße und verbindet die Ahrensburger Straße mit der Walddörferstraße, sie wird zudem vom Wanderweg an der Wandse gekreuzt. Seit den Asphaltierungsarbeiten mit Sperrung der parallel gelegenen Straße „Am Stadtrand“ werde die Nordmarkstraße als Abkürzung und Schleichweg genutzt, sagt Bastian Schnurr. Kraftfahrer meiden damit große Ampelkreuzungen. Die damalige Umleitung wurde zur Gewohnheit, besonders in den Morgen- und Abendstunden gleiche der Verkehr dem auf einer Hauptstraße.

Straße wird zur Rennstrecke

Wenn die Dämmerung einsetze, brettern Leute mit ihren Autos durch die Straße, „fahren sich warm für die Rennstrecke am Friedrich-Ebert-Damm“, betont der Familienvater, der seit drei Jahren an der Nordmarkstraße wohnt. Er beobachtet aggressives Fahrverhalten zwischen den Autofahrern, zu schnell fahrende Autos, Hupkonzerte, Verkehrslärm der Lastkraftwagen und ein erhöhtes Unfallrisiko für Anwohner. In der Straße würden sowohl junge Familien als auch ältere Bürger wohnen. Viele von ihnen haben die Eingabe unterschrieben.

Einbau von Bodenschwellen

Durch eine Umgestaltung des Straßenbildes könnte eine ausreichende Verkehrsverlagerung zurück auf die vierspurige Hauptstraße „Am Stadtrand“ erreicht werden, meint Schnurr. Er denkt dabei zum Beispiel an den Einbau von Bodenschwellen zur Verringerung der Fahrgeschwindigkeit, an Inselgestaltungen und an den Ausbau beziehungsweise Umbau der Parkbuchten. Die Durchfahrt für Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen müsste verboten werden. Es besteht „dringender Handlungsbedarf, wir haben die Situation geschildert, Experten sollten jetzt entscheiden. Wir bitten, unser Anliegen zu
unterstützen“.

Nur kurze Verschnaufpause

Zurzeit haben die Anwohner der Nordmarkstraße jedoch kurze Zeit zum Durchschnaufen. Durch Bauarbeiten in der Walddörferstraße präsentiert sie sich seit einigen Tagen als Sackgasse. Mann kann die Nordmarkstraße nur über die Ahrensburger Straße erreichen. Aber schon in einigen Wochen dürfte es mit der Ruhe wieder vorbei sein, die Bauarbeiten in der Walddörferstraße sind dann voraussichtlich abgeschlossen.
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3 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 31.08.2017 | 09:19  
1.360
Elke Noack aus Rahlstedt | 31.08.2017 | 10:17  
6
Carmen Grimm aus Wandsbek | 01.09.2017 | 14:36  
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