Wer den Husaren half

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Die Tiermedizin hat ihren Ursprung vor mehr als 5000 Jahren. Schon immer spielten Tiere eine wichtige Rolle in der Evolution. Und besonders Pferde. Schon früh wurden sie domestiziert. Sie schmückten ihre Besitzer, waren Transportmittel um von A nach B zu gelangen. Sie hatten aber auch große Bedeutung als Nutz- oder Lasttier. Und im Kriegsgebaren waren sie einst unverzichtbar.
Die Wandsbeker Husaren hatten einen eigenen Tierarzt, nur für ihre Pferde. Julius Gutzeit hieß der Rossarzt, der an der Neumann-Reichardt-Straße in einem Haus praktizierte. Große Pferdeköpfe erinnern noch heute an damalige Zeiten. Das Haus des Pferdearztes ist eines der ältesten im Stadtteil. Es wurde 1869 von dem Kaufmann Alex Friedländer erbaut und wurde somit noch vor der Stadtwerdung 1870 errichtet.
Ein kurzer Exkurs zu den Wandsbeker Husaren:
Das Husaren-Regiment „Königin Wilhelmina der Niederlande“ (Hannoversches) Nr. 15 war ein berittenes Regiment der leichten Kavallerie. Die Uniform der Reiter bestand aus einer dunkelblauen, mit weißen Schnüren besetzten Jacke, die Attila genannt wurde.
Sowie einer dunkelblau melierten Reiterhose, grauen Hosen mit rotem Vorstoß, und einer schwarzen Mütze aus Seehundfell.
Die Wandsbeker Husaren, wie die Soldaten umgangssprachlich genannt wurden, kämpften beispielsweise 1914 in der „Schlacht an der Marne“ und 1915 in der „Winterschlacht in Masuren“. Nach 53 Jahren seines Bestehens wurde das Regiment 1919 aufgelöst.
Mehr über die Wandsbeker Husaren gibt es auch in der Husarenstube des Heimatmuseums Wandsbek an der Böhmestraße 20. Das Museum, in dem die Wandsbeker Geschichte nachempfunden wurde, ist dienstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet; ebenso an jedem ersten Sonntag im Monat von 11 bis 13 Uhr. (nk)

Bürgerverein-wandsbek
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