Wer macht so etwas?

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Mutwillig wurde der Baum im Naturschutzgebiet Höltigbaum gefällt. Fielen die zum Teil hundertjährigen Eichen Dieben zum Opfer, die Brennholz suchten? Das Motiv ist noch unklar. Fotos: hfr

Unbekannte fällen mehrere hundertjährige Eichen

Rahlstedt. Mehrere Bäume, darunter einige hundertjährige Eichen, fielen in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag im Naturschutzgebiet Höltigbaum in Rahlstedt der Säge von Unbekannten zum Opfer. Zwei der gefällten Bäume lagen quer über einem Weg, als sie am Sonntagmorgen von Spaziergängern entdeckt wurden, die daraufhin die Feuerwehr benachrichtigten. „Wollten hier dreiste Diebe Brennholz stehlen oder handelt es sich um einen dummen Jungenstreich?“, fragt sich Henrike Hoffmann, Projektmanagerin vom Haus der Wilden Weiden. „Das Motiv ist einerlei, der Schaden für die Natur immens, denn es dauert mehr als ein Menschenleben, bis so ein stattlicher Baum herangewachsen ist.“ Gerade große, alte Bäume sind in der Landschaft immer seltener anzutreffen. Dabei sind sie ein wichtiger Lebensraum für Vögel, Fledermäuse und Insekten und beherbergen nicht selten schützenswerte Flechten. Zudem würde durch die illegale Fällaktion eine wichtige Zufahrt zum Gebiet für Rettungskräfte versperrt.

Großer Schaden
für die Natur

„Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Eigentümerin der Fläche, hat Strafanzeige gestellt“, berichtet Hoffmann. Denn abgesehen davon, dass das Fällen von Bäumen auf fremden Grundstücken verboten ist, liegt in diesem Fall auch ein Verstoß gegen die Naturschutzgebietsverordnung vor, wonach es verboten ist, ohne Genehmigung „Pflanzen, Pflanzenteile und sonstige Bestandteile des Naturschutzgebietes zu entnehmen...“ Das gilt nicht nur für die Holzwerbung, auch das Sammeln von Pilzen ist verboten im Naturschutzgebiet und kann zur Anzeige gebracht werden. (hfr)
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