Wer möchte mitgärtnern?

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Daniel Gren vom Treff Großlohe hofft, dass auf der Pferdekoppel bald Blumen blühen und Gemüse wächst Foto: hbz

Anpacken für alle in Großlohe: Am 18. Juni ist Treffpunkt an der ehemaligen Koppel

Von Hubert Bätz
Großlohe. „Grünaktivisten“ haben es in Städten wie New York, Berlin, Göttingen, München oder auch im Hamburg Stadtteil Billstedt vorgemacht – das gemeinsame Gärtnern und Ernten in „Interkulturellen Nachbarschaftsgärten“. Nun soll auch in Großlohe ein solches Projekt entstehen- zumindest nach dem Willen von Daniel Gren und anderer Großloher aus dem Umfeld der Großloher Stadtteilversammlung und des Treffs Großlohe. Vor rund drei Jahren hörte Gren zum ersten Mal von dem Projekt, seitdem fasziniert den ehrenamtlichen Mitarbeiter des Treffs Großlohe die Idee. Er lotete in Gesprächen aus, was die Menschen aus dem Stadtteil davon halten. „Die Resonanz war überwiegend positiv, besonders bei Leuten, die bisher nur auf ihrem Balkon Tomaten züchten können“, sagt Gren. Im vergangenen Herbst stellte er daher das Projekt auf einer Stadtteilversammlung vor. Mittlerweile nimmt der „interkulturelle Garten Großlohe“ Gestalt an. Jeden Dienstag um 17 Uhr treffen sich zwölf begeisterte Hobbygärtner im Treffpunkt, um das weitere Vorgehen zu planen. Auch ein geeignetes Grundstück ist mit einer ehemaligen Pferdekoppel von 1.250 Quadratmeter bereits gefunden. Der Wandsbeker Unternehmer Peter Hoffmann stellt es zu einem Pachtzins von einem Euro pro Quadratmeter zur Verfügung.

Begehung

Nun heißt es für Gren und seine Mitstreiter schnell zu zupacken, damit man vielleicht noch in diesem Jahr säen und ernten kann. Aus diesem Grund wollen sie am 18. Juni um 17 Uhr mit weiteren interessierten Hobbygärtnern, Politikern und Vertretern der Umweltbehörde die nahe der Gartenkolonie „Bachstücken“ gelegene Pferdekoppel in Augenschein nehmen.
Dann will die Gruppe zeigen, präsentieren wie die Nutzung der Fläche aussehen könnte. Daniel Gren: „Beispielsweise mit einer Gemeinschaftsfläche zum Grillen oder zum Feiern, einer Sylter Rosenhecke außen rum, Einzelbeete für einzelne Nutzer, die Gemüse, Blumen, Gewürze ihrer Heimatländer hier anbauen wollen. Oder Gemeinschaftsbeete für die Großloher Kitas oder die Schule Großloherring, damit Kinder sehen, dass ,,Karotten nicht im Supermarkt wachsen.“ Bis es allerdings soweit ist, müssen viele Dinge geklärt werden: Mit der Behörde BSU, ob man auf der im Landschaftsschutzgebiet liegenden Immobilie einen Geräteschuppen errichten darf, mit potentiellen Sponsoren wie Gärtnereien, wie deren Unterstützung für einen solchen „Interkulturellen Garten“ aus sehen kann. Gren hofft, dass jemand das Gelände umpflügt, oder Pflanzen für den Start spendet. Das Wichtigste aber ist für ihn, dass ein solcher Garten Großloher und Rahlstedter aus den unterschiedlichen Kulturen zusammen bringt. „was in Billstedt oder Sankt Pauli klappt, das müsste auch in Großlohe gelingen.“
Mehr Infos zur Idee der interkulturellen Gärten in Deutschland erhalten Interessierte auf der Website der Stiftung Interkultur unter www.stiftung-interkultur.de Die Stiftung fördert diese Idee in ganz Deutschland. Infos zum Interkulturellen Garten Großlohe gibt es bei Daniel Gren unter Tel.: 040 / 675 90 641. (hbz)
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