Wer reinigt Nebenwege?

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Lars Kocherscheid-Dahm, Regionalsprecher der SPD-Bezirksfraktion für Rahlstedt, kennt das Thema Müll in vielen Facetten. Hier geht er 2010 Klagen über Verschmutzungen an der Bushaltestelle U-Berne nach. Foto: Bätz

Zuständigkeit unklar. SPD fordert Lösung

Rahlstedt. Die Sauberkeit von Straßen und Wegen ist häufig ein Thema in Wandsbeker Regionalausschüssen. Also denkt man, bei diesem Thema kann es keine Überraschungen mehr für Politiker geben, aber weit gefehlt.
Stein des Anstoßes:
Die Abrahamstraße
Der Regionalsprecher der SPD-Bezirksfraktion für Rahlstedt Lars Kocherscheid-Dahm: „Den Stein ins Rollen brachte der Anruf einer Bürgerin, die sich über den Zustand der Nebenflächen eines Weges zwischen der Saseler Straße und der Abrahamstraße in Meiendorf beklagte. Dadurch entdeckten wir, dass die Abrahamstraße ein Problem mit zahlreichen solcher Verbindungswege in Hamburg teilt: Niemand weiß, wer für deren Reinigung zuständig ist.“ Die Nachbarn, die Stadtreinigung, oder der Bezirk Wandsbek? Worauf Kocherscheid-Dahms abzielt ist, dass an vielen Stellen der Stadt sich so genannte Verbindungswege befinden, die als wichtige Abkürzung zu Bus oder U-Bahn fungieren. Oft sind aber ihre Nebenflächen verschmutzt und werden so zum Schandfleck, so wie eben in der Abrahamstraße. Nun will die Rahlstedter SPD dieses Problem grundsätzlich angehen, denn bei Nachforschungen zum Abrahamsweg entdeckte Kocherscheid-Dahms eine Regelungslücke bei den Behörden. Kocherscheid-Dahms: „Zunächst gingen wir davon aus, dass es eine reine Frage der Zuständigkeit sei, wer hier reinigen müsse. Das Bezirksamt verwies dann jedoch an die Fachbehörde die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.“ Hier war man sich wiederum gar nicht wirklich bewusst, dass viele dieser Wege auch Nebenflächen haben.“ Bisher heißt es für die vielen Grünstreifen und Gebüsche entlang solcher Wege: Liegen sie in Grünanlagen, wird dort gereinigt, liegen sie außerhalb, fallen sie durch alle Raster.
Mit ihrem Antrag im Regionalausschuss fordert die SPD das Bezirksamt nun auf, die Abrahamstraße von Müll zu befreien. Daneben beschloss die letzte Bezirksversammlung Ende Mai auf Antrag der SPD aber auch, die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt aufzufordern, eine generelle Lösung für Verbindungswege und solche Flächen in Hamburg zu finden. (hbz)
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