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Olympia-Staatsrat Christoph Holstein stellte in Rahlstedt das Konzept für 2024 vor Foto: Glitz

„Kurze Wege, Sportstätten für Vereine“: Staatsrat stellte Konzept 2024 vor

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
„Das ist heute eine Premiere, die Darstellungen sind brandneu und werden das erste Mal öffentlich gezeigt“, begrüßte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ekkehard Wysocki die Gäste im AMTV-Zentrum.
„Es geht um Emotionen, aber auch um Zahlen und Fakten“, begann dann Olympia-Staatsrat Christoph Holstein (SPD) seine Präsentation.
16 Tage, 28 Sportarten mit 10.000 Athleten, rund drei Milliarden Fernsehzuschauer bei den Olympischen Spielen, rund 5.000 Athleten und zwei Milliarden TV-Zuschauer bei den Paralympischen Spielen – das sind die Fakten. Die wichtigste Zahl, nämlich die Kosten, nannte Holstein noch nicht. Erst zwei Tage später gab der Senat die Summe bekannt: 11,2 Milliarden Euro, davon muss Hamburg allerdings nur ein Zehntel aufbringen.
Dafür bekomme Hamburg auf dem Kleinen Grasbrook aber einen neuen Stadtteil mit 18.000 Einwohnern samt U-Bahnanschluss sowie zahlreiche Sportstätten: 13 Schwimmbecken, 40 Hallen, 15 Kunstrasen- und 14 Rasenplätze. „Das bleibt für Vereine und Schulen“, erklärte Staatsrat Holstein.
Das Konzept sieht „Spiele im Herzen der Stadt“ vor, mit kurzen Wegen, die man per Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen kann. 90 Prozent der Sportstätten liegen in einem Umkreis von zehn Kilometern. Es soll so wenig wie möglich neu gebaut werden, viele Sportstätten sollen saniert werden. Zu den kostspieligen Neubauten zählen das Olympiastadion, die Olympiahalle und die Schwimmarena auf dem Kleinen Grasbrook. Daneben werden vorhandene Sportstätten genutzt, aber auch die Messehallen und das CCH. Ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist die Nachnutzung des Olympischen Dorfes. Der künftige Stadtteil „Olympic City“ soll grün und barrierefrei gestaltet werden. Das Olympiastadion soll ein Sportpark, die Tribünen zu Wohnungen werden. Die Schwimmarena soll zum Freizeitbad umgestaltet werden und die Olympiahalle würde zum Kreuzfahrtterminal.
In der anschließenden Diskussionsrunde ging es in Rahlstedt um die Sicherheit, die Umsiedlung der Hafenbetriebe, das finanzielle Risiko für die Stadt und den Zeitplan. „Wir haben bis 2024 vergleichsweise viel Zeit, und die Bauunternehmen stehen schon jetzt vor der Tür“, so Olympiastaatsrat Christoph Holstein. Doch erst einmal steht am 29. November das Referendum in Hamburg an. Sollte die Mehrheit der Bürger für eine Bewerbung stimmen, entscheidet das Internationale Olympische Komitee 2017, ob Hamburg den Zuschlag bekommt.
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