Werden nur 57 statt 117 Bäume gefällt?

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Symbolfoto: Haas

Erfolg für Initiative „Kahlschlag stoppen“: Rot-Grün zu Kompromiss bereit

Steilshoop Schon im Februar erwirkten sie einen Stopp der geplanten Baumfällungen per Petition, doch die Bezirksverwaltung beharrte weiter auf ihren Planungen. Im Sommer starteten Steilshooper Baumfreunde das Bürgerbegehren „Kahlschlag stoppen – Für eine grüne Steilshooper Mitte“. Und erreichten innerhalb weniger Wochen mit über 3.000 Unterschriften eine Sperrminorität: Die für ab Oktober angesetzten Fällungen von insgesamt 117 wurden deshalb – vorläufig – gestoppt. Zuletzt verhandelten die Vertrauensleute des Bürgerbegehrens mit der rot-grünen Bezirkskoalition: Inzwischen liegt eine schriftliche Einigungsvereinbarung vor, die am kommenden Donnerstag in der Bezirksversammlung beschlossen werden soll: Kommt es jetzt zu einem „historischen Kompromiss“?

Bürgerentscheid

Durch diese Einigung erübrige sich ein Bürgerentscheid, für den bis zum kommenden Februar insgesamt 6.636 Unterschriften erforderlich sind. Das teilen die SPD- und Grünen-Bezirksfraktionen in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Neugestaltung des Zentrums von Steilshoop sei das „Herzstück einer Aufwertung des Stadtteils als Innovationsquartier“. Mit der Einigung würden die Baumfällungen von 117 auf auf ein notwendiges Minimum von 57 Bäumen reduziert. So könne man die ursprüngliche Planung – „mit neuen Akzenten“, so Anja Quast, – verfolgen. Dafür hätten auch anliegende Grundeigentümer mitgezogen: Auf privatem Grund würden 34 Bäume weniger gefällt. Wie vorgesehen, werde dennoch eine „Markt- und Eventfläche“ entstehen. Eine geplante Treppenanlage an der westlichen Achse müsse allerdings neu geplant werden – „unter größtmöglichem Baumerhalt“. Die Bäume an der östlichen Achse könnten durch Pflegemaßnahmen weitestgehend erhalten bleiben. So lauten die Eckpunkte der Vereinbarung mit den Vertrauensleuten des Bürgerbegehrens. Für die Umplanungen will die rot-grüne Koalition in der Bezirksversammlung 320.000 Euro reservieren. „Die gleiche Summe würde die Durchführung eines Bürgerentscheids kosten“, betont Grünenpolitiker Dennis Paustian-Döscher, der so das Geld im Stadtteil besser angelegt sieht. (wh)

Die Bezirksversammlung Wandsbek tagt am Donnerstag, 17. Dezember, 18 Uhr im Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4
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2 Kommentare
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Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 30.12.2015 | 16:10  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 13.01.2016 | 08:23  
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