„Wie im Mittelalter“

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Anwohner Michael Schröter ärgert sich über den Pfützen-SlalomFoto: Glitz

Anwohner verärgert über schlechte Wege an der B 75

Von Rainer Glitz
Meiendorf. Ein kleiner Junge fährt mit seinem Fahrrad vergnügt mitten durch die Pfützen, während seine Mutter mühsam um sie herumkurvt. Den matschigen Sandweg an der Meiendorfer Straße teilen sich Fußgänger und Radfahrer. „Das ist hier wie im Mittelalter, selbst auf dem Dorf gibt es befestigtere Wege“, schimpft Anwohner Michael Schröter. Bei Trockenheit könne man mit dem unebenen Sandweg noch leben, aber nicht bei Regen. „Hier wohnen viele ältere Menschen, teils mit Gehwagen. Die bekommen echte Probleme“, sagt Schröter. Er wohnt seit sechs Jahren in der Meiendorfer Straße unweit der Kreuzung Berner Straße/Oldenfelder Stieg.

„Die Meiendorfer Straße ist ein tägliches Ärgernis für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer.“ Ole Thorben Buschhüter
„Die Meiendorfer Straße ist ein tägliches Ärgernis für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer“, sagt dazu Ole Thorben Buschhüter, Verkehrsexperte der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Er wirbt seit Jahren für den Neubau der B 75 zwischen Berner Straße/Oldenfelder Stieg und Spitzbergenweg. Im Bereich der Supermärkte Netto und Aldi ist der Ausbau bereits abgeschlossen. So wie hier soll es künftig auf der gesamten Meiendorfer Straße aussehen. Die Planung für den Abschnitt Schierhornstieg bis Spitzbergenweg soll im März abgeschlossen sein. Die marode Fahrbahn wird erneuert. Es entstehen neue Parkplätze für 17 Autos, die befestigten Rad- und Fußwege werden breiter. An der Einmündung des Spitzbergenweges zur B 75 entsteht ein Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 35 Metern.
„Der Kreisverkehr wird künftig das Entree zum aufgewerteten Meiendorfer Ortskern bilden und dafür sorgen, dass stadteinwärts nicht mehr mit unverminderten Geschwindigkeit gefahren werden kann“, erklärt Lars Kocherscheid-Dahm, Verkehrsexperte der SPD-Bezirksfraktion Wandsbek. Um Platz für den Kreisverkehr zu schaffen, wurden an der Einmündung gerade einige Bäume gefällt. Im Herbst sollen hier Leitungsarbeiten beginnen. Im Frühjahr 2015 gehen die Arbeiten dann los. „Im Abschnitt Berner Straße/Oldenfelder Stieg bis Wildgansstraße geht es allerdings nicht so schnell voran, wie von der Stadt gewünscht“, erklärt der Rahlstedter SPD-Abgeordnete Buschhüter.
Nach Kritik von Anliegern wird gerade die erste Planung überarbeitet, die nicht ohne den Ankauf oder die Enteignung von Vorgartenflächen möglich gewesen wäre. Im Sommer werden die neuen Pläne öffentlich vorgestellt. Die Stadt hat für den Neubau der Meiendorfer Straße bereits 10 Millionen Euro bereitgestellt. (rg)
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