Wie Senioren in Hamburg mitreden können

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Der Bezirks-Seniorenbeirat Wandsbek (v.l.): Heide Zawallich, Klaus Kollien, Werner Stapelfeldt, Egon Zarnowka, Heidi Lübke, Peter Gehrmann, Bahadur Khokhar, Christiane Teichert, Wiebke Rahlf, Klaus Knickmeier, Marianne Blum, Professor Kurt Nixdorff, Sun-Ok Jacob, die Vorsitzende Inge-Maria Weidemann und Adolf Gellert Foto: privat

Bezirks-Seniorenbeirat soll bei politischen Diskussionen miteinbezogen werden

Von Christa Möller
Hamburg. Wandsbeks Bezirks-Seniorenbeirat hat unter dem Vorsitz von Inge-Maria Weldemann gut zu tun: Die 15 ehrenamtlichen Frauen und Männer sorgen dafür, dass die Interessen der Älteren im Stadtteil in der Öffentlichkeit und gegenüber der Verwaltung berücksichtigt werden. Sie sind Bindeglied zwischen Bezirkspolitik, den Einrichtungen des öffentlichen Lebens und der Generation 60 plus. Dabei geht es unter anderem um barrierefreie Infrastruktur, die Vermeidung von Armut im Alter oder die Teilnahme älterer an Bildungs- und Kulturangeboten. Der Beirat ist parteipolitisch neutral und konfessionell nicht gebunden. Im vergangenen Jahr wurde der Bezirks-Seniorenbeirat für vier Jahre neu gewählt. Die Einsatzmöglichkeiten regelt das Senioren-Mitwirkungsgesetz. „Daran haben wir alle fleißig mitgearbeitet“, sagt der 2. Vorsitzende Klaus Kollien. Wenn seniorenbezogene Tagesordnungspunkte in den Ausschüssen anstehen, soll der Beirat informiert werden. „Wir haben in den Ausschüssen zwar kein Stimmrecht, aber Antrags- und Rederecht“, erläutert der 73-Jährige, der sich seit fünf Jahren im Seniorenbeirat engagiert. Allerdings hat er festgestellt, dass sich die Politik in drei von fünf Ausschüssen, in denen der Beirat gern tätig wäre, noch ein bisschen schwer tut mit den Senioren. In seinem Regionalausschuss klappt es aber gut. „Wenn in der Einwohnerfragestunde aus der Bevölkerung derartige Themen angesprochen werden, kann ich mich gleich einschalten“, sagt Kollien, der auch bei nichtöffentlichen Themen dabei sein darf. „Der Einsatz als Bezirks-Seniorenbeirat ist sehr interessant und mit einer relativ hohen Belastung verbunden.“
Klaus Kollien ist seit 2013 auch 2. Vorsitzender im Landesseniorenbeirat. „Diese zusätzliche Aufgabe erweitert das Blickfeld und hält sich von der Belastung in Grenzen, da sie die gleichen Arbeitsfelder beinhaltet“, sagt der ehemalige Bundeswehrangehörige. „Man muss immer etwas bewegen“, ist seine Devise. Für ihn sei das zwar ein Fulltime-Job, aber „je mehr ich da eingebunden bin, desto mehr Spaß macht mir das. Unter anderem befasst er sich mit dem Thema „Wohnen im Alter“. Etwa 100 recht unterschiedliche Senioreneinrichtungen gibt es im Bezirk Wandsbek und somit „überraschend viele Möglichkeiten.“ Klaus Kollien ist wichtig, dass die Menschen mit dem Eintritt in den Ruhestand die folgenden Jahre bewusst in ihre Lebensplanung einbeziehen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Und er betont: „Man muss sich schon mit Fünfzig Gedanken machen, wie und wo man später leben will.“

Der Bezirks-Seniorenbeirat Wandsbek bietet eine regelmäßige Sprechstunde an: Jeden Montag von 10 bis 12 Uhr in Raum 264 im 1. Stock des Bezirksamtes, Robert-Schumanbrücke 8. Dort ist der Beirat telefonisch unter 040 – 42881 – 3638 erreichbar oder per E-Mail an senioren@wandsbek.hamburg.de hamburg.de/wandsbek/senioren
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