Wieder ausgezeichnet

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Seit 21 Jahren wohnt der stellvertretende Vorsitzende der Siedlergemeinschaft August Woelken, Daniel Barder Martinez (li.), mit seiner Familie in der Glogauer Straße. Er durfte stellvertretend für alle Siedlungsbewohner in Berlin die Urkunde und das Preisgeld entgegennehmen. Ronald Bauer lebt seit 48 Jahren in der SiedlungFoto: zz
 
Nicklas Bauer (14 ) wohnt seit seiner Geburt in der August Woelken Siedlung. Sein Vater Ronald zog vor 48 Jahren hierher

August-Woelken-Siedlung landet Vize-Sieg bei Wettbewerb

Von Jürgen Hartmann
Jenfeld. Knapp „verloren“ und dennoch sehr zufrieden. Das sind die Bewohner der Siedlung August Woelken in der Glogauer Straße. Die Jenfelder hatten Hamburg beim 25. Bundeswettbewerb für Eigenheim-Siedlungen in den Städten und Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland in Berlin vertreten, der in diesem Jahr unter dem Motto stand „Wohneigentum- heute für morgen. Energieeffizient–Generationentauglich-Sozial engagiert.“ Veranstalter und Ausrichter des Wettbewerbs war der Verband Wohneigentum e.V. in Bonn. Die Schirmherrschaft hatte Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer übernommen.
Die Jenfelder August-Woelken-Siedlung hatte sich als Hamburger Landessieger für das Finale, an dem 15 Siedlungen aus ganz Deutschland teilnehmen, qualifiziert. Zusammen mit Bezirks-amtsleiter Thomas Ritzenhoff und Vertretern des Verbandes Wohneigentum Hamburg e.V. wurde die Siedlung von einer fünfköpfigen Bewertungskommission genau unter die Lupe genommen. Dabei wurden alle 73 Häuser und Grundstücke sowie der Gesamteindruck der Siedlung, die 1952 erbaut wurde, kritisch, aber sicher auch fair bewertet. Heute leben hier etwa 200 Personen. Die durchschnittliche Grundstücksgröße beträgt 800 Quadratmeter. Vorsitzende der Siedlergemeinschaft ist der 48-jährige Ronald Bauer. Er wurde hier geboren und hat das Ehrenamt von seinem Vater übernommen. „Wir hatten eigentlich gehofft, auch diesmal wieder wie schon einmal den ersten Platz gewinnen zu können. Aber auch mit dem zweiten Platz sind wir natürlich sehr zufrieden und freuen uns darüber“, sagte Bauer. Er hatte bei dem gut einstündigen Rundgang viele Fragen der Jury und erläuterte vor allem das soziale Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner. Dazu zählen nicht nur die regelmäßig stattfindenden Gemeinschaftsarbeiten, sondern auch Sommer- und Grillfeste, die Nikolausaktion für die Kinder und andere Aktivitäten von den Bewohnern für die Bewohner der Siedlung. „Gerade in den letzten Jahren hat sich hier sehr viel getan. Die Hauseigentümer haben insbesondere Wärmedämmungen und effizientere Heizungen eingebaut, es wurden Solaranlagen auf die Dächer gebaut und die Bewohner haben alles getan, um besser mit der Energie zu wirtschaften“, sagte Bauer.
Bei der Preisverleihung, die in Anwesenheit von einigen Siedlungsbewohnern in Berlin stattfand, würdigte der Schirmherr und Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer, die Arbeit der Jenfelder Siedlergemeinschaft. In seiner Laudatio würdigte der Minister unter anderem die von den Bewohnerinnen und Bewohnern in Eigenarbeit gepflegten Wege und die – bis auf wenige Ausnahmen - fehlenden Zäune in der August Woelken Siedlung. Weitere Punkte, warum die August-Woelken-Siedlung mit dem zweiten Platz bei diesem Bundeswettbewerb ausgezeichnet wurde waren das soziale und bürgerschaftliche Engagement, der gelungene Umbau zu ökonomischem Wohneigentum, das energieeffiziente Wohneigentum und viele andere Punkte.
Mehrgenerationenhaus
Bewertet wurde aber auch der Zustand der Häuser und der Gärten und die Jury hatte darauf geachtet, ob die Häuser, die in den letzten Jahren hier neu gebaut oder ausgebaut wurde, auch in die Siedlung passen. Ein Haus in der August Woelken Siedlung wurde auch diesmal wieder besonders erwähnt. Und zwar das von Christine und Peter Klemm im Jahr 2000 gebaute Mehrgenerationen-Passiv-Energiesparhaus. Auf den Dächern des von der Straße kaum wahrnehmbaren Haus gibt es zahlreiche Solaranlagen und einen mit einer riesigen Glasfront nach Süden gerichteten Wintergarten. Auch hier gibt es zusätzliche Solarzellen.
Als Lob und Anerkennung gab es für die Jenfelder Siedlung eine Urkunde und einen Scheck über 750 Euro. „Dieses Geld werden wir im nächsten Jahr für unsere Ausfahrt unseren etwa 15 Kindern verwenden, mit den wir die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg besuchen werden, so Bauer. (zz)
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