Wieder Läden in Großlohe?

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Karl-Heinz Warnholz und Friederike Föcking sprechen mit Murat Yeleser vor dem EKZ GroßloheFoto: güb

EKZ: Investor bestätigt Verhandlungen mit Einzelhändlern

Von Günther Brockmann
Rahlstedt. Das Einkaufszentrum (EKZ) Großlohe dient den rund 6.000 Einwohnern des Stadtteils als wohnortnahes Versorgungszentrum. Seit dem Wegzug der Haspa-Filiale im EKZ Großlohe vor einigen Jahren verödet das Zentrum zusehends. Neben einer Zweigstelle der Post verließen unter anderem eine Konditorei, ein Stehimbiss und weitere Geschäfte das Nahversorgungszentrum. Die notdürftig abgeklebten Schaufenster der leeren Läden lassen das EKZ Großlohe immer
unattraktiver erscheinen.
Die Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dr. Friederike Föcking und Karl-Heinz Warnholz hatten eine Kleine Anfrage an den Senat gerichtet, um zu erfahren, ob seitens der Stadt etwas geplant ist, mit dem die Attraktivität des EKZ Großlohe gesteigert werden könnte. Beide Politiker wollen mit ihrem Engagement für das Einkaufszentrum verhindern, dass besonders ältere und wenig mobile Bewohner von Großlohe eines Tages ihre Nahversorgungsmöglichkeit verlieren. Aus der Antwort des Senats geht deutlich hervor, dass die Stadt wie auch das Bezirksamt Wandsbek keine unterstützenden Maßnahmen für das EKZ Großlohe vorgesehen haben. „Es handelt sich um ein Objekt eines privaten Betreibers. Hier ist vielmehr der Eigentümer gefragt, tragfähige Konzepte zum Werterhalt seiner Immobilie zu entwickeln“, heißt es in der Stellungnahme des Senats, der sich darauf beruft, dass er umfangreiche Förderungsmaßnahmen im Rahmen des hamburgischen Stadtteilentwicklungsprogramms für Großlohe geleistet hat.

An einem Strang ziehen

„Es ist aber unbestritten, dass Maßnahmen für den Stadtteil nur dann Wirkung zeigen, wenn auch das wichtige Kriterium der intakten Nahversorgung gegeben ist. Die Großloher Bürgerinnen und Bürger brauchen ihr Einkaufszentrum mit all seinen Angeboten, um das tägliche Leben zu meistern“, so Föcking und Warnholz. Beide, Investor und die Stadt, müssten an einem Strang ziehen. Vor dem EKZ trafen sie Murat Yeleser vom Kiosk im Eingangsbereich des EKZ. „Wir sind alle darüber sehr besorgt, dass das Einkaufszentrum Großlohe immer mehr an Attraktivität verliert. Ob Einwohner aus Rahlstedt oder dem benachbarten Stapelfeld, sie alle kommen immer weniger zu uns. Sie sagen uns ganz deutlich, dass sie anderswo einkaufen gehen, wo das Angebot weitaus besser ist und es dort auch schöner aussieht“, berichtet er.

Das plant der Investor

Investor des EKZ Großlohe ist die Estama GmbH in Berlin. Das WochenBlatt fragte dort nach, wie die Situation der Leerstände gesehen wird. „Mir liegen gerade zwei neue Mietverträge für das EKZ Großlohe auf dem Tisch. Einer davon betrifft die ehemalige Bäckereifläche. Wir sind im Augenblick dabei, uns intensiv um die Vermietung weiterer Flächen zu kümmern. Für die größeren Flächen ist das aber nicht immer so einfach“, erklärt Maria Konstanza, die bei der
Estama GmbH für das EKZ Großlohe zuständig.
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