Wildparken verboten

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Derartiges Wildparken in der abgesperrten Straße verschlimmert die Lage nur, da so auch die provisorischen Behindertenparkplätze versperrt werden (rechts hinter dem weißen Fiat). Foto: Sobersko

Provisorische Behindertenparkplätze am Marktplatz

Von Tanja Sobersko
Bramfeld. Der Marktplatz im Umbau, die Herthastraße teilgesperrt: Die Parkplatzsituation rund um das Bramfelder Zentrum befindet sich im Ausnahmezustand. Besucher des Wochenmarktes, aber vor allem mobilitätseingeschränkte Patienten der Ärzte des Ärztehauses leiden unter der derzeitigen Situation. Eine Zufahrt zum Ärztehaus von vorne ist nicht mehr möglich, auch die Behindertenparkplätze sind durch die Sperrung nicht mehr zu erreichen. Um diesen Wegfall auszugleichen, hat das Bezirksamt direkt vor der Absperrung rechter Hand in der Herthastraße zwei bisher normale öffentliche Parkplätze zu Behindertenparkplätzen umfunktioniert.
Die dort befindlichen Parkuhren sind mit Plastik verkleidet und außer Betrieb genommen, und ein Schild weist auf die Behindertenparkplätze hin. Doch damit ist die Parkplatznot für alle anderen Autofahrer nicht gelöst. In der jüngsten Vergangenheit versuchten einige, das Problem für sich selbst zu lösen, indem sie die aktuelle Zufahrt zum Ärztehaus (gleich rechts nach der Einfahrt zum Erntingweg) auch als Parkplatz nutzten. Doch hier gibt es keine freien öffentlichen Parkplätze. Alle Stellplätze, die sich auf dem Grundstück rund um das Ärztehaus befinden, sind entweder an Bewohner des Hauses oder an die Gewerbetreibenden unten im Ärztehaus vermietet. Gekennzeichnet ist dies entweder durch eine Schranke oder einen Bügel, in weniger eindeutigen Fällen durch Nummerierung oder Beschriftung.
Amplifon, Optiker Rolfs und die Hummel Apotheke sowie deren Kunden sind die anderen Leidtragenden der Situation. Parkplätze, für die sie Miete zahlen, um sie ihren Kunden zur Verfügung stellen zu können, werden regelmäßig von Patienten des Ärztehauses oder Besuchern vom Wochenmarkt zugeparkt. „Wir wissen nicht mehr, was wir machen sollen, die Situation ist für uns und unsere Kunden sehr schwierig geworden. Täglich hören wir Klagen darüber, dass man bei uns nicht mehr parken kann, um nur kurz seine Medikamente abzuholen. Ständig sind die Plätze mit anderen Fahrzeugen zugestellt“, so Astrid Crantz, Inhaberin der Hummel Apotheke. Das Bezirksamt bemüht sich zurzeit um Abhilfe, musste aber auch einräumen, dass es sich bei den Parkplätzen rund ums Ärztehaus um Privatparkplätze und nicht um öffentliche Stellplätze handelt. Als Ausweichmöglichkeit während der Bauphase wird daher auf die – kostenpflichtigen, aber erschwinglichen – Plätze im Parkhaus der Marktplatz Galerie hingewiesen.(ts)
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