Winterplätze für Obdachlose

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Hinter dem markanten Rundbau der ehemaligen Gehörlosenschule in der Hammer Straße können Obdachlose einen Platz für den Winter finden Foto: mt

Ehemalige Gehörlosenschule wird zum Notquartier

Hamburg. Die Sozialbehörde sucht in Hamburgs Bezirken nach Plätzen für das kommende Winternotprogramm. In Wandsbek fasst die Behörde das Gelände der ehemaligen Gehörlosenschule an der Hammer Straße 124 ins Auge.
In einem Schreiben an die Bezirksversammlung informierte die Sozialbehörde den Bezirk über ihre Pläne, in den einstigen Klassenräumen bis zu 150 Wohnungslose unterzubringen. Stimmt der Bezirk den Plänen zu könnten ab 1. November die ersten Hamburger Obdachlosen die Räume in Wandsbek beziehen. Für das Notprogramm müssten in dem Schulgebäude jedoch noch zusätzliche Duschen, Toiletten und Waschbecken eingebaut werden. Das Gebäude befindet sich im Eigentum der Stadt. Die Obdachlosen werden während der kommenden fünf Monate von Sozialarbeitern des städtischen Trägers „fördern und wohnen“ betreut.

Budget erhöht

Das Winternotprogramm läuft bis zum 31. März. Schwerpunkt der öffentlichen Unterbringung von Wohnungslosen in Hamburg ist ein verlassenes Bürogebäude an der Spaldingstraße 1. Die Sozialbehörde geht davon aus, dass noch zusätzliche Plätze notwendig sind. Zu den 150 Betten in der Hammer Straße sind noch rund 100 Plätze in Containern bei Kirchengemeinden und Plätze im „Pik As“ in der Neustadt geplant.
Im vergangenen Winter musste die Sozialbehörde 925 Winter-Plätze für Menschen ohne Obdach schaffen, zusätzlich zu rund 3000 Betten, die es in der Hansestadt ganzjährig für Wohnungslose gibt. Die Stadt Hamburg rechnet auch in diesem Jahr mit einer hohen Nachfrage. Laut Hamburger Abendblatt erhöht die Sozialbehörde für das kommende Winternotprogramm ihr Budget, da sie davon ausgeht, dass in diesem Jahr noch mehr Menschen einen sicheren Schlafplatz in Hamburg suchen werden. Für den vergangenen Winter stellte die Stadt rund 700.000 Euro bereit. (mt)
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