„Wir sind abgeschnitten“

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Wegen Vandalismus schließt der Sportpark Hinschenfelde zeitweise seinen Durchgang Foto: wb

Vereinsvorsitzender erklärt, warum der Zugang zum Sportpark eingeschränkt ist

Im Wochenblatt der vergangenen Woche hatte eine Anwohnerin ihrem Unmut über den versperrten Eingang am Sportpark im Eichtalpark Luft gemacht. Dazu nimmt der Vorsitzende des Sportvereins, Siegfried Pillmann, Stellung:
„Über viele Jahre hat der TSV Wandsetal sein Privatgrundstück für die Öffentlichkeit als schnellen Durchgang zum Eichtalpark zur Verfügung gestellt. In der dunklen Jahreszeit haben wir morgens und abends für die Beleuchtung gesorgt. Mit den steigenden Energiekosten konnten wir uns diesen Luxus nicht mehr leisten und haben die Beleuchtung auf die Öffnungszeiten des Vereinshauses beschränkt. Wir haben die Behörden darüber informiert.
Das ist Privatgrund und kein öffentlicher Weg oder Schulweg, eine Beleuchtung ist nicht notwendig. Der Schulweg für die Kinder über die angrenzenden Straßen ist beleuchtet und sicherer als der unbeleuchtete Weg durch den Park.
Mit dem Neubau der Tribüne kamen die Probleme mit dem Vandalismus: Saufpartys auf der Tribüne und Drogenkonsum. Sitzschalen wurden angebrannt, die Rückwand eingeschlagen, die Verkaufshütte wurde angekokelt. Flaschen wurden zerschlagen und auf den Rasenplatz geworfen. Ein Mähwerk vom Rasentraktor musste durch diese Untaten erneuert werden. Kosten: 2.000 Euro. Der Platzwart hatte sich fast täglich beim Vorstand über diese Zustände beschwert. Mehrfach haben wir die feiernden Erwachsenen gebeten, das Grundstück zu verlassen. Am nächsten Tag waren sie meist rücksichtslos wieder da.
Auch viele Hundeliebhaber haben den schnellen Durchgang zum Eichtalpark genutzt. Nicht angeleint durften die Hunde über den Platz toben, die Geschäfte wurden auch dort erledigt und oftmals liegen gelassen. Unsere Sportler haben damit schlechte Erfahrungen gemacht. Frau Wacker wohnt direkt neben der Sportanlage Friedrichshöh, eine Pforte ist zu unserem Grundstück eingebaut. Persönlich habe ich den Hund der Familie öfter in der dunklen Jahreszeit auf der Sportanlage allein laufen sehen. Was macht er da wohl? Mittlerweile haben wir angeordnet, dass die Pforte verschlossen sein muss.
Wir haben der Schule Am Eichtalpark Schlüssel für den Durchgang angeboten. Zu den Bring- und Abholzeiten der Schüler hätte die Schule alleinverantwortlich den Schließdienst machen können. Das wurde abgelehnt.
Der Vorstand des TSV Wandsetal hat sich die Entscheidung zur Schließung seines Grundstücks nicht leicht gemacht. Erst durch den größeren Schaden am Rasentraktor ist der Beschluss gekommen. Dies als Machtgehabe des Vorstandes zu bezeichnen, ist mehr als unsinnig und dumm.
Die Pforte ist zu den Öffnungszeiten des Vereinshauses geöffnet. Der Vereinswirt hat den Schließdienst. Wir haben die Kontrolle durch ihn. Die nächtlichen Besucher auf der Tribüne werden so abgeschreckt.
Die Kosten für den Vandalismus müssen unsere Mitglieder zahlen, der Vorstand muss darüber Rechenschaft ablegen.
Wir bleiben durch diese Maßnahme immer noch der „Verein mit Herz“. Viel schlimmer wäre doch die Schlagzeile „dauerhafter Drogenkonsum auf dem Sportplatz“.
Siegfried Pillmann
Vorstand TSV Wandsetal Hamburg v. 1890 e.V.
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