„Wir sind ein Mitmach-Haus“

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Lars Freitag (40) organisiert die Veranstaltungen in Hohenhorst. Foto: rg

Lars Freitag: Der Veranstaltungsmanager im „Haus am See“

Von Rainer Glitz
Hohenhorst. „Wir wollen nicht die Hochkultur nach Hohenhorst bringen, sondern herausfinden, was für die Menschen im Stadtteil attraktiv ist“. So umschreibt Lars Freitag sein Konzept für die Veranstaltungen im Haus am See in der Schöneberger Straße. „Wir bieten in dieser Testphase ein entsprechendes Potpourri“, ergänzt der 40-Jährige. Das Angebot reichte bislang vom Improvisationstheater über einen plattdeutschen Abend mit Gerd Spiekermann bis zur Karaoke-Show „Hohenhorst sucht den Superstar“.

„Wir haben noch viel
mehr im Köcher.“
Die Idee zur letztgenannten Veranstaltung hatte übrigens eine Mitarbeiterin. Und das ist Teil des Kulturkonzeptes: Wer immer eine Idee für eine Veranstaltung hat, kann damit zu Lars Freitag kommen. Er hilft dann bei Umsetzung. So wünschte sich eine ältere Dame einen Tanztee – daraus wurde der „Tanz in den Mai“ im Haus am See. „Wir haben noch viel mehr im Köcher“, sagt Freitag. Kinderkino im großen Veranstaltungsraum etwa, ein „Tatort“-Club für Fans der TV-Krimireihe oder gemeinsames Fußball-Sehen während der Europameisterschaft im Sommer. Technisch sei das alles kein Problem, Beamer und Beschallungsanlage seien vorhanden. „Dafür bringen solche öffentlichen Vorführungen aber einen Berg rechtlicher Probleme mit sich“, so Freitag. Denen will er sich aber stellen und hat sich bereits in die Materie eingearbeitet. Eigentlich ist der 40-Jährige Betreuer der Tagesgruppe für Jugendliche mit schulischen und familiären Problemen. Eher zufällig wurde er zum Organisator der Veranstaltungen des Hohenhorster Stadtteilzentrums. Die finanziellen Mittel von der Stadt für Freitags Zusatzjob sind gering. Deshalb braucht er auch dringend die Hilfe von Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren. „Wir sind ein Mitmachhaus“ lautet denn auch die Devise für das Haus am See. Ende Mai ist ein Treffen geplant, bei dem alle Hohenhorster mit Ideen und Wünschen an einen Tisch gebracht werden sollen. Es tut sich also einiges in dem gelben Neubau in der Schöneberger Straße. Und das auch auf dem Gelände davor: Der Spielplatz nebenan wird ausgebaut, ebenso die Terrasse, auf der man künftig draußen sitzen kann. Außerdem wird eine Boule-Bahn gebaut. Und nicht zuletzt ist geplant, einen Schrebergarten anzumieten. Dort sollen dann Obst und Gemüse angebaut werden.
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2 Kommentare
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Elke Noack aus Rahlstedt | 25.04.2012 | 07:39  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 22.07.2012 | 10:08  
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