„Wir werden Dich vermissen!“

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Ilse Soost, die Vorsitzende des Wandsbeker Seniorenbeirates, verstarb kürzlich. Die Sozial-demokratin war durch viele Ehrenämter über Wandsbek hinaus bekannt. Foto: Bätz

Ilse Soost, Vorsitzende des Seniorenbeirats, starb Anfang Januar

Von Hubert Bätz
Wandsbek. In Kürze beenden die Wandsbeker Seniorenvertretungen ihre 9. Amtsperiode, Mitte April wird dann der Bezirks-Seniorenbeirat Wandsbek neu gebildet. Eine Person, die bisher den Seniorenbeirat sehr prägte, wird dann nicht mehr dabei sein: Ilse Soost (75), die Erste Vorsitzende dieser bezirklichen Seniorenvertretung. Sie verstarb am 5. Januar nach einer schweren Krankheit und wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Ilse Soost war im Bezirk Wandsbek wegen ihres Engagements im Bezirksseniorenbeirat und in der SPD sehr bekannt, sie war auch stellvertretende Vorsitzende des Hamburger Landes-Seniorenbeirat (LSB). „Die Seniorenarbeit in Wandsbek hat eine starke Persönlichkeit verloren“, heißt es in dem Nachruf des Wandsbeker Beirates. „Ilse war immer eher ein Mensch der Tat, sie schätzte schnelle direkte Kommunikation“, sagt Inge-Maria Weldemann, Soosts Stellvertreterin im Beirat. „Ilse war da, wenn es Probleme gab, besorgte schnell und effektiv Ansprechpartner, nötige Adressen und scheute auch vor der Begleitung auf die Ämter nicht zurück.“ Die 1937 in Altona geborene Sozialdemokratin galt als überparteiliche Kämpferin, die gut vernetzt bei Politikern und der Wandsbeker Verwaltung war. Altersarmut, Barrierefreiheit und die Wohnsituation von Senioren - das waren ihre Themen. Sie engagierte sich darüber hinaus in der
Initiative Bramfelder Selbsthife und Sozialarbeit (IN BRASS) für Flüchtlinge und Asylbewerber und gegen Neonazis und Faschismus. Parteifreundin Gunda Wütschner aus Rahl-stedt: „Krieg und Faschismus, und daraus resultierend ihr soziales Engagement, das bestimmte besonders nach ihrem Beruf Ilses Leben. Privates blieb bei ihr aber privat, da gewährte sie kaum Zugang. Ich weiß nur, dass sie besonders ihre Enkelin Steffi sehr liebte.“ Der frühere SPD-Bürgermeister Ortwin Runde: „Ich habe mich über jede Begegnung mit Ilse gefreut. Sie war ein Mensch voller Begeisterung und Tatendrang. Sie hatte immer eine klare Meinung. Ilse, wir werden Dich und Dein Engagement vermissen!“
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