Wird hier spekuliert?

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Justin Grapentin, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Meiendorf und Mitglied im Regionalausschuss Rahlstedt ist empört über das seit Jahren leer stehende Einfamilienhaus.

Regionalausschuss diskutierte über Areal am Nordlandweg

Von Hubert Bätz
Meiendorf. Immer wieder ist das Eckgrundstück Nordlandweg/Spitzbergenweg Thema der Rahlstedter Lokalpolitik. Vielen Meiendorfern ist die ehemalige teilweise abgerissene Ladenzeile, die früher einen Friseur, einem Imbiss und ein Wettbüro beherbergte, ein Dorn im Auge. Seit der Zwangsversteigerung des Grundstücks 2007 tut sich auf dem Grundstück trotz Wechsel der Eigentümer nämlich außer gelegentlicher Säuberungen kaum etwas. Daher vermuten einige Meiendorfer, dass hier mit dem Grundstück spekuliert wird. Nur Zäune sichern das Grundstück bisher so ab, dass für Passanten keine Gefahr entsteht.

Keine Handhabe

Eine solche „Sicherungspflicht“ verlangt das Bezirksamt von allen Eigentümern. Weil man dieser Pflicht bisher nach kam, das Grundstück frei von Bauschutt ist, und keine akute Einsturzgefahr besteht, hatte die Wandsbeker Verwaltung bisher kaum eine Handhabe gegen die neuen Besitzer. Trotzdem erreichen immer wieder Beschwerden das Bezirksamt und die Politiker. So auch den SPD Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter. „Ich habe die Eigentümer vor einiger Zeit über das Grundbuchamt ermittelt. Dann bat ich sie um Auskunft zu ihren Plänen für das Grundstück. Leider ohne Ergebnis, sie reagierten bislang nicht auf meinen Brief.“ Buschhüter findet es nur konsequent, dass das Bezirksamt weitere Zwangsmaßnahmen prüft, wie es der Regionalausschuss Rahlstedt fordert.“ Die Rahlstedter Politiker ärgern sich insbesondere auch darüber, dass hier Wohnraum des anscheinend noch intakten Einfamilienhauses seit Jahren nicht genutzt wird. Aus diesem Grund stellte die SPD im Regionalausschuss den Antrag „die Wohnbebauung auf dem Grundstück Nordlandweg / Spitzbergenweg Wohnraumsubstanz auf dem Grundstück Nordlandweg, Ecke Spitzbergenweg im Sinne des Hamburger Wohnraumschutzgesetz (HmbWoSchG) zu erhalten.“ Ausschussmitglied Justin Grapentin erklärte dazu: „Da das Einfamilienhaus durchaus bewohnbar zu sein scheint, hat der SPD Ortsverein Meiendorf diesen Antrag initiiert, denn wir wollen damit verhindern, dass sich die Bausubstanz auf dem Grundstück noch weiter verschlechtert. Auch wenn man die Eigentümer nicht zwingen kann, auf dem Grundstück neu zu bauen oder es gar zu verkaufen, so müssen diese dennoch gemäß dem Hamburgischen Wohnraumschutzgesetz den vorhandenen Wohnraum zur Verfügung stellen, und jeglichen Leerstand vermeiden.“ Dem Antrag wurde übrigens von allen im Regionalausschuss Rahlstedt vertretenen Parteien zugestimmt.
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 11.04.2013 | 17:07  
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