Wo Eilbek Potenzial hat

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Stadtplanerin Mone Böcker vom Planungsbüro „raum und prozess“ sieht großes Potenzial im Kiebitz-Quartier Foto: Schlichtmann

Planer und Anwohner analysieren Stadtteil. Handel konzentriert an U-Bahnhöfen

Von Klaus Schlichtmann
Eilbek
„Impulse für Eilbek“ - unter diesem Motto lud das Bezirksamt Wandsbek in der vergangenen Woche zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung in die Grundschule Wielandstraße ein. Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie sich die Wandsbeker Chaussee als zentrale Achse im 1,7 Quadratkilometer „großen“ Stadtteil Eilbek zukünftig entwickeln könnte. 107 Einzelhandelsbetriebe haben auf diesem 1,9 Kilometer langen Abschnitt zwischen Wartenau im Westen und Brauhausstieg im Osten ihren Standort. Dazu kommen 255 zusätzliche Einheiten mit sogenannten „zentrumsergänzende Funktionen“ in den angrenzenden Seitenstraßen - Dienstleister, Gastronomie, öffentliche Einrichtungen und Praxen. „Der Leerstand an der Wandsbeker Chaussee ist vergleichsweise niedrig“, erklärte Mone Böcker vom Planungsbüro „raum und prozess“, das gemeinsam mit dem Büro „Stadt + Handel“ aus Dortmund vom Bezirksamt mit der Erarbeitung von Entwicklungspotenzialen beauftragt wurde.

„Die Schwerpunkte des Handels liegen an den U-Bahnstationen.“ Mone Böcker, Stadtplanerin


Eine geschlossene und homogene „Einkaufsmeile Eilbek“ über die gesamte Länge von fast zwei Kilometer wird nur schwer zu realisieren sein, waren sich die anwesenden Experten und interessierten Anwohner einig. Mone Böcker: „Die Schwerpunkte des Handels liegen an den U-Bahnstationen.“ Hier fällt dem Bereich Ritterstraße eine besonders zentrale Rolle zu. Einen eigenen, wöchentlichen Markt könnte sich eine große Mehrheit der Zuhörer dort vorstellen. Ebenfalls neue Wohnungen für junge Familien durch Verdichtung, um das Quartier rund um die Ritterstraße zur Mitte Eilbeks hin aufzuwerten.
Eine wichtige Erwartung für die Zukunft der Wandsbeker Chaussee ist das Schaffen von weitgehender Barrierefreiheit. Das gilt für die U-Bahnstation „Ritterstraße“ ebenso wie für die Bürgersteige und viele Ladengeschäfte.
Die vier- bis sechsspurige Wandsbeker Chaussee selbst als grundsätzliche Verkehrsbarriere läßt sich wohl auch in Zukunft kaum verändern, obwohl in einem kühnen Szenario auch das angedacht wurde - eine Verengung der breiten Straße auf zwei Fahrspuren im Bereich der Ritterstraße.

Großes Potenzial im Kiebitz-Quartier


„Ein großes Potenzial für die Nachverdichtung, für Wohnen und Arbeiten, bietet auch das sogenannte Kiebitz-Quartier, also der Bereich Conventstraße/Kiebitzhof zwischen der U-Bahnstation Wartenau und dem S-Bahnhof Landwehr“, ist Mone Böcker sicher. „Insgesamt“, so ist die Stadtplanerin überzeugt, „kann Eilbek heute schon mit seinen nutzungsgemischten Strukturen wuchern.“ Die beiden beteiligten Planungsbüros werden dem Bezirksamt Wandsbek jetzt ihre Anregungen und Empfehlungen für eine zukünftige mögliche Gestaltung von Eilbek unterbreiten.
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