Wo Hamburger im Regen stehen

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In diesen Tagen soll der Fahrgastunterstand an der Haltestelle „Wilsonstraße“ endlich freigegeben werden Foto: Klaus Lumpe

Bus-Unterstand an Wilsonstraße soll demnächst fertig sein

Von Siegmund Menzel
Tonndorf
An der Bushaltestelle „Wilsonstraße“ an der Tonndorfer Hauptstraße vermissen viele Einwohner der Gegend seit Wochen den Fahrgastunterstand „Gerade jetzt in der nassen und kalten Jahreszeit“, wie Wochenblatt-Leser Klaus Lumpe mitteilte. Der 75-Jährige hatte die Redaktion über die Misere informiert. Er fährt gleich mehrmals in der Woche mit dem Bus in Richtung City. Das gläserne Haltestellen-Häuschen war Anfang September 2016 bei einem schweren Verkehrsunfall durch einen Autofahrer vollständig zerstört worden. Schnell‚ wurde der Fahrgastunterstand abmontiert. Doch dann ließ das Tempo nach. Bauleute entfernten Gehwegplatten, gossen ein neues Fundament und stellten das Gerüst mit Sitzen und Dach auf. Jetzt kann man den neuen Fahrgastunterstand als solchen zwar erkennen, er ist aber durch einen Bauzaun abgesichert, also nicht nutzbar. Es fehlen noch eine große Scheibe hinter den Sitzen, die Werbevorrichtung und die Infos des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV). Zuständig für die mehr als 2.000 Fahrgastunterstände in Hamburg ist nicht der HVV, sondern die Wall GmbH, die sich zum Beispiel mit Stadtmöblierung und Außenwerbung beschäftigt.

Verkehrt herum


Der Unterstand für die Haltestelle „Wilsonstraße“ werde in diesen Tagen freigegeben, wie Pressesprecherin Frauke Bank auf Wochenblatt-Anfrage mitteilte. Es habe Verzögerungen bei der Kommunikation zwischen den beteiligten Unternehmen gegeben. Die Wall GmbH ist eigenen Angaben zufolge Vertragspartner von etwa 60 Städten. Wer in dem neuen offenen Buswartehäuschen an der Tonndorfer Hauptstraße sitzt, schaut witzigerweise zu den Wohnhäusern und nicht auf die Straße. Das habe zu tun mit der Einhaltung von geforderten Mindestabständen zur Straße und zum Radweg, erklärte Wall-Pressesprecherin Bank. Der Wiederaufbau gehe schleppend voran, das sei nicht in Ordnung, die Bürger brauchen den Schutz, vertritt Rentner Klaus Lumpe seine Meinung, der an der Tonndorfer Hauptstraße wohnt und zudem die Raserei der Fahrzeuge kritisiert. Viele würden zu schnell fahren. Er spricht sich für eine Tempo-30-Zone in dieser Straße aus.

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