Wo war Schulsenator Ties Rabe?

Anzeige
Überwiegend mit Schließungskritikern besetzt war das Podium Foto: tel

Bürgerverein musste über Schulschließung an der Lienaustraße ohne Hauptakteur diskutieren

Von Michael Hertel
Farmsen-Berne
Sie sollte noch einmal zum großen „Showdown“ werden, die vom Bürgerverein Farmsen-Berne initiierte Podiumsdiskussion zur geplanten Schließung der Berner Grundschule an der Lienaustraße. Die Turnhalle voll besetzt, das Podium mit zwölf Personen eng bestückt – allein: Es fehlten die wichtigsten Akteure. „Ich habe den Schulsenator und seinen Staatsrat eingeladen, aber nicht einmal eine Antwort bekommen“, klagte Bürgervereinsvorsitzender Hans-Otto Schurwanz. Immerhin ein Stündchen nahm sich die schulpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Barbara Duden, Zeit für das nach wie vor brisante Thema. Außer ihr und Elisabeth Rüssmann als Vertreterin der Schulbehörde saßen mit Bezirkspolitikern, dem stellvertretenden Vorsitzenden des TuS Berne und einem Vertreter des Hortbetreibers „Waldameisen“ nur Schließungskritiker auf dem Podium.

Beschluss fehlt


So wurden denn kaum mehr als bekannte Argumente ausgetauscht. Nach wie vor fühlen sich viele Schuleltern von der Politik hinters Licht geführt. Erneut musste man feststellen, dass es bis heute weder von der SPD-Bürgerschaftsfraktion, noch der Bürgerschaft oder dem Senat einen offiziellen Schließungsbeschluss gibt. Allerdings werden Anmeldungen von Vorschülern und Erstklässlern bei der Leitung der Grundschule Karlshöhe zum nächsten Schuljahr für die Lienaustraße nicht mehr angenommen, wie mehrere Eltern übereinstimmend berichteten.
Die Bemerkung von Abteilungsleiterin Rüssmann, es handele sich um eine Standortschließung, nicht aber um eine Schulschließung, wurde denn auch von Betroffenen als spitzfindig und zynisch empfunden. „Wir wissen von 25 Kindern für die erste Klasse und 20 für die Vorschule, die an der Lienaustraße zum kommenden Schuljahr angemeldet werden sollten. Dabei haben wir noch nicht alle relevanten Institutionen abgefragt“, berichtete Bianca Wittchen (37), deren Sohn selbst in die Berner Vorschule geht. Ein für letzten Donnerstag angesetztes Gespräch mit Ties Rabe ist laut Hans-Otto Schurwanz bislang nicht zustande gekommen: Der Schulsenator war mit der Zusammensetzung der Berner Delegation nicht einverstanden.
Anzeige
Anzeige
1 Kommentar
393
Michael Kahnt aus Barmbek | 17.02.2016 | 11:06  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige