Wohnbau statt Bad?

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Die CDU-Politiker Friederike Föcking (l.) und Karl-Heinz Warnholz wollen das Rahlstedter Freibad erhalten Foto: wb

Rahlstedter CDU kämpft weiter für Freizeiteinrichtung

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Der Rasen auf dem Gelände am Wiesenredder ist frisch gemäht. Arbeiter wechseln kaputte Gehwegplatten aus, die Sitzflächen der Bänke werden montiert, die Wege mit einem Hochdruckreiniger gesäubert. Im Bassin des Rahlstedter Freibades befindet sich noch ein Rest altes, grün-braunes Wasser.
Die Saisonvorbereitungen sind in vollem Gang. Doch wird es womöglich die letzte Saison sein? Der Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Karl-Heinz Warnholz hat zur Zukunft des Bades mittlerweile die dritte Schriftliche Kleine Anfrage an den Senat gerichtet. Die Antwort: Ganze vier Sätze. Hauptinhalt: Das für das erste Quartal dieses Jahres angekündigte gesamtstädtische Konzept zur Weiterentwicklung des Angebotes von Bäderland Hamburg liegt noch nicht vor.

32.000 Besucher


„Das ist keine Antwort, das ist bloße Hinhaltetaktik“, sagt Karl-Heinz Warnholz verärgert. Der Senat überlege und überlege, statt sich eindeutig zum Rahlstedter Freibad zu bekennen. „Das macht misstrauisch und ich frage mich, ob wir das Freibad retten können“, so Warnholz. „Das ist so eine schöne Anlage, der Stadtteil braucht das Freibad“, ergänzt die Rahlstedter CDU-Politikerin Friederike Föcking. Freibäder seien immer ein Zuschussgeschäft für den Betreiber Bäderland. Dabei seien die Besucherzahlen in Rahlstedt mit zuletzt 32.000 im Jahr gar nicht schlecht, betont sie.

Zahlen müssen stimmen


Eine Schließung des Bades würde vor allem die nahegelegene Siedlung Großlohe und ihre meist ärmeren Bewohner hart treffen. „Gerade unter dem Aspekt der aktiven Freizeitgestaltung vieler junger Familien mit Kindern und für die ohnehin zunehmende Bevölkerung in Hamburgs bevölkerungsreichstem Stadtteil ist das Freibad Rahlstedt als stadtteilbezogene Sportstätte unverzichtbar“, so Warnholz. Er und Föcking befürchten, dass der Senat andere Pläne für das fast 30 Hektar große Gelände hat. Hier könnten etwa neue Wohnungen gebaut werden. Doch noch kämpfen die beiden CDU-Politiker für den Erhalt. „Wir appellieren an alle Rahlstedter, das Freibad zu nutzen, damit die Besucherzahlen stimmen“, so Warnholz und Föcking.
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5 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 06.05.2015 | 07:21  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 07.05.2015 | 09:55  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 07.05.2015 | 20:52  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 28.05.2015 | 09:22  
1.240
Elke Noack aus Rahlstedt | 28.05.2015 | 09:52  
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