Wohngruppe auf dem Gut Karlshöhe

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Wohngruppen-Leiterin Anne Schröder (3.von links) mit drei ihrer zehn Schützlinge vor dem Gesindehaus: Sigrid Laube, Jutta Streich und Michael Müller (von links).
Bramfeld. Herr des Gartens auf dem Gut Karlshöhe ist Hartmut Feierabend.
Der 51-Jährige ist als Gärtner angestellt beim Verein Integratives Wohnen, dem auch das alte Gesindehaus auf Gut Karlshöhe gehört. Hier ist seit 1993 eine Wohngruppe des Vereins ansässig. Zehn Bewohner mit geistigen Behinderungen und psychischen Erkrankungen leben hier und arbeiten daran, demnächst in einem neuen Projekt den Garten zu vergrößern.
Bramfeld. Der Garten vor dem Gesindehaus blüht in voller Pracht. Bunte Blüten werden von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen umschwärmt. Dicht an dicht sind die teils mannshohen Pflanzen angelegt, nur ganz schmale Pfade führen durch den Blüten-Dschungel.
Im tropisch-warmen Gewächshaus durftet es intensiv nach Kräutern. Hier wachsen unter anderem Oregano, Basilikum, Salbei, Mangold und verschiedene Tomatensorten. Alle Pflanzen sind strikt biologisch angebaut.

Herr des Gartens
Herr des Gartens ist Hartmut Feierabend. Der 51-Jährige ist als Gärtner angestellt beim Verein Integratives Wohnen, dem auch das alte Gesindehaus auf Gut Karlshöhe gehört. Hier ist seit 1993 eine Wohngruppe des Vereins ansässig. Zehn Bewohner mit geistigen Behinderungen und psychischen Erkrankungen leben hier und werden von sieben Mitarbeitern rund um die Uhr betreut. „Der Verein hat 1987 angefangen hier auf dem Gut den Bauerngarten anzulegen. Dabei haben wir das alte Gesindehaus entdeckt“, erzählt Wohngruppen-Leiterin Anne Schröder. Das Haus war baufällig und stand leer. Mit Hilfe der Lawaetz Stiftung und mit 20 Prozent Eigenmitteln sanierte der Verein das Haus. Hartmut Feierabend legte einen weiteren Garten an – direkt am Gesindehaus.
Viele Jahre lang gab es eine Garten-Gruppe, die sich hauptsächlich aus den Bewohnern des Hauses bildete, die keine Arbeit hatten. „Die Beschäftigung im Garten gab ihnen Struktur. So konnten sie lernen, wie der Arbeitsalltag funktioniert“, erklärt Feierabend. Mittlerweile arbeitet kaum noch jemand aus der Wohngruppe im Garten mit. „Sie haben sich weiter entwickelt und wollten andere Berufe ausüben. “, so der Gärtner. Die Kräuter- und Gemüsepflanzen, die zum großen Teil in Töpfen angebaut werden, sind sehr beliebt bei den Anwohnern des Stadtteils. Gegen eine Spende kann sich jeder Besucher Kräutertöpfe mit nach Hause nehmen.
„Wir wollen den Garten vergrößern und ein neues Gewächshaus bauen“, sagt Hartmut Feierabend, der auch Vorstandsmitglied im Verein ist. Aus dem Garten soll eine richtige Gärtnerei werden. Dafür sei auch die Spende über 1000 Euro, die kürzlich von der Hamburger Sparkasse an den Verein übergeben wurde, eingeplant. 2013 soll das Garten-Projekt starten. „Die Besucher sollen in den Bauerngarten gehen und sich die Pflanzen ansehen. Bei uns in der Gärtnerei können sie die dann käuflich erwerben“, plant Feierabend. Vor allem aber liegt dem Gärtner daran, weitere Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. (sl)
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