Wohnungsbau am Schierenberg

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Am Schierenberg entstehen derzeit 153 neue Wohnungen Foto: rg
Hamburg: Schierenberg |

Meiendorfs derzeit größtes Projekt geht voran. 153 Wohnungen mit Kita und Tiefgaragen entstehen

Von Rainer Glitz
Meiendorf
Jahrzehntelang wucherte auf dem Grundstück am Schierenberg, Ecke Saseler Straße nur das Unkraut. Seit Anfang des Jahres wachsen Wände. Und das ganz schnell: Der Rohbau steht schon fast, die ersten Senkrechten werden bereits rot verklinkert. Dort entstehen 153 Wohnungen mit eineinhalb bis sechs Zimmern. Die Wohnfläche liegt zwischen 42 und 155 Quadratmetern. Der Wohnkomplex bekommt eine eigene Kita und eine Tiefgarage.

Wohnen am „Irma-Keilhack-Ring“

Auch der Name der künftigen Erschließungsstraße steht schon fest: „Irma-Keilhack-Ring“, benannt nach der ersten Wandsbeker Bundestagsabgeordneten. „Ich finde es schön, dass hier rot-braune Klinker verbaut werden“, sagt der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Karl-Heinz Warnholz. Ansonsten sehen er und die örtliche CDU die Vorgeschichte durchaus kritisch. „Die Behörde hat das Grundstück immer als freie Fläche gesehen“, erklärt Jörn Weiske, Sprecher der CDU im Regionalausschuss Rahlstedt. Schon 2001 habe seine Partei beantragt, am Schierenberg ein Bürogebäude zu errichten. 2006 habe die CDU ein Hotel vorgeschlagen. Später setzte sich in der Wandsbeker Bezirksversammlung die Idee durch, die ungenutzte Fläche für die Wohnbebauung zu nutzen. Die 1,9 Hektar große Fläche sei „aufgrund benachbartem Gewerbe und südlich angrenzendem Störfallbetrieb mit Achtungskreis ungeeignet“, hieß es allerdings noch Anfang 2011 in einer offiziellen Vorlage des Planungsausschusses. „Gemeint war die Druckerei Broschek“, erläutert Weiske. Wenig später ging der Traditionsbetrieb in die Insolvenz und wurde geschlossen, der Wohn-Bebauung stand nichts mehr im Wege. „Wir haben uns damals in der Bezirksversammlung enthalten. Denn wir brauchen auch weiterhin Gewerbe und können nicht entsprechende Fläche weggeben“, sagt Jörn Weiske. Mit dem derzeit größten Wohnungsbauprojekt in Meiendorf hat sich die CDU dennoch arrangiert. „Nach all dem Hin und Her von SPD und Grünen scheint das die beste Lösung für unser Meiendorf zu sein“, erklärt Warnholz.
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