Wohnungsbau im Elfsaal

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Diese Gebäude werden nicht mehr benötigt. Pflegen und Wohnen zog sich auf eine Teilfläche zurück. Ein Teil des Gebäudeensembles soll nun Neubauten weichen. Foto: Bätz

In Planung: Ein generationenübergreifendes Quartier

Von Hubert Bätz

Jenfeld. Das geplante Bauprojekt auf einem Teil des Geländes des Pflegeheims Holstenhof gehört noch zu den Planungen, die die CDU/FDP-Bezirkskoalition in ihrer Wandsbeker Regierungszeit anschob. Daher war im letzten Planungsausschuss hier nicht mit viel Widerstand zu rechnen, als SPD und Grünen die Planaufstellung für das Bebauungsplanverfahren Jenfeld25-Elfsaal einbrachten. Nur die FDP enthielt sich damals der Stimme weil sie gerne eine weitere öffentliche Zufahrt zum Gebiet gesehen hätte. Nach Meinung der FDP „könnte ein Ring-Kreisverkehr ermöglicht werden, der aus den Straßen Elfsaal und Birkenallee sowie einer Querverbindung zwischen beiden besteht. Dann käme es nicht mehr zu einem Entgegenkommen von Fahrzeugen.“

Vorschläge der Bürger eingearbeitet

Der Vorschlag wurde von den übrigen Parteien, insbesondere der SPD und den Grünen abgelehnt. Da es bereits im März eine öffentliche Plandiskussion mit den Bürgern gegeben hatte, und alle damaligen Einwände abgearbeitet sind, steht nun einem generationenübergreifenden Bau von rund 136 Wohneinheiten auf der frei gewordenen Teilfläche des Pflegezentrums Holstenhof nichts mehr im Wege. Bei der Planung wurden bereits die benachbarte Seniorenwohnanlage des verbleibende Alten- und Pflegeheim Holstenhof, das von Pflegen &Wohnen betrieben wird, sowie ein Neubau einer Kindertagesstätte berücksichtigt. Acht Einfamilienhäusern, 47 Reihenhäusern und elf „Stadtvillen“ mit je sechs Wohneinheiten sind geplant. Das Bauareal ist insgesamt 8,5 Hektar groß. Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung und Planung des neuen Wohnquartiers war die Einbettung der Neubauten in bestehende Grünanlagen. Diese sollen nun soweit wie möglich erhalten werden. In den vergangenen Monaten wurde die Jenfelder Straße „Elfsaal“ durch andere Aspekte Hamburg und bundesweit bekannt: durch die Unterbringung von ehemals Sicherungsverwahrten.

Baumbestand wird weitgehend erhalten

Zu diesem Punkt, der sicherlich auch bei der Vermietung der neuen Wohnungen eine Rolle spielen würde, und zur Neubebauung erklärte Rainer Schünemann, der baupolitische Sprecher der Wandsbeker SPD: „Wie vom Senat versprochen wird die Unterbringung von ehemals Sicherungsverwahrten in der Straße Elfsaal auf dem Gelände des Holstenhof- Seniorenheims demnächst enden, sie werden nach Moorburg ziehen und dort eine Unterkunft finden. Was die Entwicklung des Holstenhofs und die Grünanlagen betrifft, so sei hier angemerkt: Es kommen 136 Wohnungen, das ist nicht wenig. Die Planer haben aufgrund von Einwänden von Bürgern und Politik den Masterplan-Entwurf überarbeitet. Jetzt wird der Baumbestand deutlich besser erhalten und auch der Lärmschutz spielt eine größere Rolle. Eine Lärmschutzwand ist ja bereits vorhanden. Darüber hinaus wird es Vorgaben für bauliche Maßnahmen und konstruktive Lösungen geben, die nachts in den Schlafräumen bei teil geöffneten Fenstern einen Innenraumpegel von nicht mehr als 30 dB(A) gewährleisten.“
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