Wolfgang I. regiert Wandsbek

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Empfang im Wandsbeker Rathauses. Der stellvertretende Bezirksamtsleiter Frank Schwippert begrüßte die Abordnung Foto: th

16 Schützenbrüder bewarben sich um Königswürde. Fuhrunternehmer Gier holt Titel erneut

Von Thomas Hoyer
Wandsbek
Die Wandsbeker Schützengilde von 1637 kürte am vergangenem Sonnabend im Offizierscasino der Bundeswehruniversität ihren 378. König. Neuer Herrscher von Wandsbek ist Wolfgang Gier, der zum zweiten Mal nach 2005 den besten Schuss setzte. Ihm zur Seite stehen als 1. und 2. Ritter Stephan Grundmann und Andreas Wessel, die in der Vergangenheit ebenfalls schon König gewesen waren. 16 Schützenbrüder hatten sich um die Königswürde beworben. Insgesamt wurden 74 Schuss aus einer Distanz von 50 Metern auf die handgemalte, im Durchmesser 40 Zentimeter große Scheibe mit dem Motiv einer Eule abgegeben. Die Spannung war riesengroß, bis Petra Bruhn, Erste Vorsitzende der Gilde, vor 200 Mitgliedern und Gästen anderer Schützenvereine endlich die neuen Majestäten proklamierte. Der frisch gebackene Regent, dem anschließend die 13 Kilo schwere Traditionskette umgehängt wurde, war begeistert. „Man kann es zwar nie vorhersagen, doch habe ich bereits vor vier Wochen angekündigt, dass ich König werde“, schmunzelt der 55-Jährige Fuhrunternehmer, der seit 1986 der WSG angehört, als Leiter des Festausschusses fungiert und den Beinamen „Der Gewissenhafte“ erhielt. Als weitere „Insignien der Macht“ durfte Wolfgang Gier, als Sportschütze mit dem Luftgewehr Mitglied der WSG-Verbandsliga-Mannschaft, den goldenen Königsorden und eine von Gildebruder Karl-Heinz Steckel gestiftete wertvolle Kristallvase entgegennehmen. Das Schießen auf die Scheibe der Könige gewann in diesem Jahr Vorjahrkönig Jens Behrens.
Neue Herrscherin bei den Damen wurde Brigitte Groth („Die Dynamische“), assistiert von den Ritterinnen Petra Bruhn und Susanne Struß. Zur Königin bei den Jugendlichen wurde Laura Jensen ausgerufen, zu deren Gefolge Steffen Groth und Sophie Mimie Le Mercier gehören.
Auch das 2005 ins Leben gerufene Bürgerschießen fand wieder großen Anklang: Über 50 Jugendliche und Erwachsene gaben unter Anleitung qualifizierter Vereinsmitglieder mit dem Luftgewehr ihre Schüsse auf die zehn Meter entfernte Scheibe ab. Eine Dame hatte diesmal besonders viel Zielwasser getrunken: Christel Müller-Heinzmann, die neue Bürgerkönigin wurde. Bei den Jugendlichen siegte Tim Cavenaugh, der auch den diesjährigen Wettbewerb um den Bogenpokal für sich entschied, den bei den Herren Dirk Zaluski gewann.
Wie seit 65 Jahren gehörte auch dieses Mal der Empfang im Wandsbeker Rathaus zu den Höhepunkten. Der stellvertretende Bezirksamtsleiter Frank Schwippert begrüßte die neuen Majestäten. Anschließend gab´s das traditionelle Königsfrühstück.
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