Wünsche „auf Tour“

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Elias, Lisa, Angie und Nusin fahren für neun Tage mit den Quads durch Norddeutschland. Sie wollen die Aktion unterstützen und hoffen, dass es Kindern in Deutschland bald besser geht Foto: kg

Arche kämpft bei Rundfahrt gegen Kinderarmut

Von Karen Grell
Jenfeld
Kinder haben Wünsche und das sind nicht immer das neuste Handy oder das teure Marken-Shirt. Es gibt viele Kinder, die schon glücklich sind, wenn ihre Eltern Arbeit haben und das Geld einmal ausreicht für einen Besuch im Schwimmbad. Für benachteiligte Kinder in Deutschland setzt sich die Arche mit ihren bundesweit 20 Einrichtungen ein. Eine der größten davon befindet sich im Stadtteil Jenfeld. Mit einer ganz besonderen Aktion hat Arche-Gründer Bernd Siggelkow jetzt die Wünsche der Kinder in die Landeshauptstädte gebracht. Zusammen mit einer Gruppe von Quadfahrern ist er auf Tour gegangen. „Von Dresden aus gestartet sind wir 3000 Kilometer quer durch Deutschland bis nach Berlin gefahren“, so Siggelkow. Mit im Gepäck haben die Fahrer Wünsche von sozial benachteiligten Kindern. Die ungewöhnliche Tour soll ein Aufruf sein, gemeinsam für das Wohl der Kinder zu kämpfen und auf die vielen Defizite aufmerksam zu machen. Noch werde aber nicht genug getan gegen Kinderarmut, so die engagierte Gruppe.
Jedes Rathaus erhält auf der Tour eine Liste der Kinderwünsche. Die Wünsche und Hoffnungen stammen von Kindern, die irgendwo in Deutschland auf die Hilfe einer Arche angewiesen sind. Kinder, die dort ein warmes Mittagessen bekommen, denen von Mitarbeitern der Institution bei den Hausaufgaben geholfen wird und die Aufmerksamkeit erhalten, wo sonst selten jemand wirklich zuhört.“ Ich mache hier mit, weil ich mich für andere Kinder einsetzen möchte, denen es schlechter geht als mir“, erklärt Lisa aus Berlin, die neun Tage lang mit dem Team unterwegs ist. 2,5 Millionen Kinder leben in Deutschland, laut Statistik, in Armut, „vermutlich sind es sogar noch mehr“, meint Bernd Siggelkow, der die Gruppe begleitet und jetzt auch ein Buch über die Arbeit der Arche veröffentlicht hat. „Ich kenne auch Kinder in Berlin, denen es richtig schlecht geht“, erklärt Lisa ihr Engagement hier mitzufahren. Kinder, die keine unbeschwerte Kindheit haben, voller Ängste und mit Problemen belastet sind. „Armut verletzt die Menschenwürde dieser Kinder, die sich oft ausgegrenzt und benachteiligt fühlen“.
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