Wunderkerze vor Aus?

Anzeige
Werkstattleiterin Simone Wenck (li.) und Gesellschafterin Britta Anlauf fürchten um „die Wunderkerze“. Im Hintergrund Mitarbeiterin Heide Bohlmann Foto: Maurer

Amt Siek will Stapelfelder Freizeiteinrichtung den Sonntagsverkauf verbieten

Von Birgit Maurer
Stapelfeld
Im Oktober feierte „die Wunderkerze“ noch groß ihr einjähriges Bestehen, jetzt sieht Ideengeberin Britta Anlauf ihr Werk in Gefahr: Das Amt Siek will den Verkauf von Kerzen an Sonntagen untersagen. „Ich habe vor der Eröffnung einen Businessplan beim Amt Siek eingereicht, in dem unser Konzept ausführlich erläutert wurde. Jetzt werden plötzlich Bedenken angemeldet, ohne uns konkret zu sagen, was eigentlich los ist“, so die schwerbehinderte Frau, die ihr eigenes Geld in den Aufbau des Geschäfts gesteckt hat und deren Lebensgefährte, René Klingsporn, als ehrenamtlicher Geschäftsführer fungiert.
Das Geschäft ist als interaktive Kerzenwerkstatt mit Shop und Café deklariert. „Bis jetzt schreiben wir noch keine schwarzen Zahlen, ich selbst verdiene gar nichts daran. Ich könnte den Laden also zu machen, aber wir haben inzwischen sieben Angestellte, teilweise Mütter mit kleinen Kindern, die nicht so leicht neue Jobs finden würden“, so Andorf. Sie sieht ihren Laden als Aushängeschild des Ortes. Der Konflikt: Die meisten Besucher kommen am Wochenende. Es werden Kindergeburtstage und Firmenfeiern durchgeführt, und dabei auch mal die eine oder andere Kerze verkauft. Das kollidiert mit dem Ladenschlussgesetz. „Wieso darf der benachbarte Gartenmarkt am Wochenende verkaufen oder Freizeiteinrichtungen wie der Heidepark?“, fragt die engagierte Frau, die vor ihrer Erkrankung in solchen Freizeiteinrichtungen gearbeitet hat. Sie habe den Bürgermeister schon zweimal eingeladen, er kam nicht vorbei. Vom Amt Siek fühlt sie sich vorgeführt: „Mitten in einem Kindergeburtstag kam die Sachbearbeiterin vorbei und teilte mit, dass „so alles nicht gehe“. Bis heute wurde nicht genau konkretisiert, was nicht gehe.
Silva Krause von der Gewerbefachaufsicht Bad Oldesloe sagt dazu: „Ich habe mir den Laden angeschaut, weil ich mir ein Bild mache und nicht nur vom Schreibtisch aus entscheide. Es war ein angenehmes Gespräch mit Frau Anlauf. Es geht um das Ladenöffnungsgesetz und den Sonntagsverkauf. Ich habe aber auch betont, dass wir eine Lösung finden werden.“ In Kürze werde es ein Gespräch im Amt Siek geben. (bm)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige