Zoff um Hecke in Bramfeld

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Weisen auf die wilde Hecke: Anwohner Beatrice Lüllemann und Jörn Kronbügel mit FDP-Mann Daniel Valijani (r.) Foto: tel

Anwohner in der Baumstraße streiten mit Nachbarn über Wildwuchs

Von Michael Hertel
Bramfeld
Seit mehr als einem Jahr tobt in der schmalen Baumstraße ein Heckenstreit. Die auf den ersten Blick harmlos aussehende Hecke eines privaten Grundstückseigentümers ragt offensichtlich in das öffentliche Straßenland hinein. Noch dazu in einer Kurve, und das gibt der Sache eine gewisse Brisanz. Nach Aussagen von Anwohnern kam es in der Straße ohne Gehwege und nur mit schmaler asphaltierter Fahrbahn wegen der Unübersichtlichkeit schon zu haarscharfen Begegnungen und kleineren Unfällen mit Blechschäden. „Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn hier ein Paketbote mit Lieferwagen um die Ecke fegt und ihm ein Kind entgegenkommt“, gibt Anwohnerin Beatrice Lüllemann (51) zu bedenken. Gefordert wird ein deutlicher Rückschnitt der Hecke. Dem Bezirksamt werfen die Anwohner Untätigkeit vor. Jörn Kronbügel (77): „Die Behörden wissen davon und vertrösten uns immer wieder.“ Zur politischen Verstärkung haben sich die Anwohner den FDP-Kreisvorsitzenden Daniel Valijani (34) geholt. Der Ex-Bramfelder kündigte an: „Ich lasse nicht locker, bis die Sache erledigt ist.“ Beim Bezirksamt ist der Fall bekannt. Allerdings habe man bei einer Begehung letztes Jahr keine akute Gefährdungslage entdecken können, erklärt Pressesprecherin Lena Voß: „Autofahrer sind schon von der StVO her verpflichtet, ihre Fahrweise den Sichtverhältnissen anzupassen.“ Sie kündigte an, dass sich ein Mitarbeiter noch einmal in Hinblick auf eine aktuelle Gefährdungslage vor Ort umschaut. Grundsätzlich wird in solchen Fällen der Eigentümer mit Fristsetzung zum Handeln aufgefordert. Kommt er dem nicht nach, kann die Behörde letztlich in Vorleistung treten und dem Eigentümer anschließend die Rechnung schicken.
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 28.10.2016 | 15:14  
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