Zu harmlos im Pokal-Finale

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Dieser Schuss von Carlos da Silva Flores wurde von Barmbeks Achraf Ouro-Gnaou abgeblockt Foto: Hoyer

SC Condor verpasst zum zweiten Mal Oddset-Pokal. Wenige Torchancen. Trainer war „bedient“

Farmsen Heute sind wir dran“, war sich Matthias Bub, der sportliche Leiter des SC Condor, vor dem Hamburger Fußballpokalfinale noch sicher. Doch daraus wurde nichts. Zum zweiten Mal hintereinander verlor der SC Condor das Cupfinal um den Oddset-Pokal. Und jetzt verdient mit 0:2. Verloren die damals favorisierten Farmsener im vergangenen Jahr noch unglücklich im Elfmeter-Schießen gegen Paloma, so gingen sie nun weitgehend hilf- und mutlos gegen überlegene Barmbeker unter, dieses Mal gegen die Barmbeker vom HSV Barmbek-Uhlenhorst, die bei ihrer ersten Finalteilnahme gleich als Sieger vom Platz gingen. Zaghaft vorsichtig begann die Truppe von Trainer Christian Woike und fing sich schon nach 13 Minuten zwei Tore ein. Fiel das erste Tor in der 11. Minute noch ein wenig überraschend - Torwart Sascha Kleinschmidt konnte einen Schuss des Barmbekers Sa Borges Dju nach langem Einwurf von Müller-Leitloff abwehren, doch der Nachschuss von Sousa ging durch die Beine des Keepers ins Tor – ließ sich Condor zwei Minuten später beim 2:0 klassisch ausspielen. Nach Balleroberung im Mittelfeld sprintete Barmbeks Ouro-Gnaou allein aufs Condor Tor und vollendete problemlos. Anschließend bemühten sich die Farmsener um ein druckvolles Spiel nach vorn, doch konnten die schwarz-gelben „Raubvögel“ das Spiel im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nicht drehen, weil sie erschreckend harmlos blieben. Erst in der 44. Minute schoss der quirlige Carlos da Silva Flores zum ersten Mal auf das BU-Tor. Kein Problem für BU-Keeper Andre Tholen.
In der Halbzeitpause wurde Trainer Christian Woike richtig laut. „Ich habe keine Mannschaft gesehen, die brennt. Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war einer Finalteilnahme nicht würdig“, ärgerte sich Woike nach dem Spiel. in den zweiten 45 Minuten agierte Condor zwar engagierter, kam öfter vors gegnerischer Tor, erspielte sich jedoch nur wenige Chancen, die nie wirklich zwingend waren. Ein Schuss von Oliver Eugene Doege (53.) und ein Kopfball von Rafael Kamalow (56.) gingen beide übers Tor. Ein Flugkopfball von Thiemo Kieckbusch landete in den Händen von Barmbeks Keeper. Das wars. Nie kam das Gefühl auf, Condor könne dieses Match noch drehen. Im Gegenteil: Barmbek-Uhlenhorst, in der zweiten Häfte weitgehend in die Defensive gedrängt, kommt dennoch zu den besseren Chancen. Sascha Klenschmidt musste sich bei einem weiteren Schuss von Ouro-Gnaou mächtig strecken, um das 0:3 zu verhindern. Woike war bedient: „Wir haben gar nicht richtig teilgenommen an diesem Finale. Ein sehr trauriger Tag.“ (ch)
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