Zu wenig Platz für Radler in Bramfeld

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Der Engpass: An der Ecke Heukoppel trifft der (noch nicht als solcher ausgewiesene) Radweg Ellernreihe auf eine Haltestelle Foto: tel

An der Ecke Ellernreihe/Heukoppel wird‘s eng. Schulweg nicht sicher

Von Michael Hertel
Bramfeld
Eigentlich sollte sie schon nach den Sommerferien erledigt sein, die Sache mit der Schulwegsicherung zwischen Bramfelder Dorfplatz und dem Hegholt. Aber die Mühlen der Bürokratie mahlen bisweilen etwas langsam. Mit Beginn des neuen Schuljahres (1. September) sind die Kinder der Grundschule Bramfeld vom Dorfplatz zum Schulstandort Hegholt umgezogen. Elternvertreter Martin Schliemann schaute sich bereits weit im Vorfeld den neuen Schulweg der mehr als 60 betroffenen „Umzugskinder“ genauer an und stellte erhebliche Mängel fest: schmale Radwege, teilweise von Grün überwuchert, endeten unvermittelt oder führten durch gefährliche Engstellen. Auf Initiative des CDU-Bezirksabgeordneten Philipp Hentschel wurde ein parteiübergreifender Antrag für eine schnelle Abstellung der Mängel verabschiedet. Einige Punkte wurden auch schon abgearbeitet (zugewucherte Radwege, Rot-Markierung an der Einfahrt Kaufland; Ausweitung der Tempo 30-Zone). Bei anderen hakt es. So forderte die Polizei die Beseitigung zweier Engpässe (Bushaltestelle Heukoppel auf der Sportplatzseite und ein Lichtmast schräg gegenüber), um die Mitbenutzung des Gehweges für Radfahrer zu gestatten. „Das geht nur, indem man den künftigen Radweg hinter das HVV-Wartehäuschen verlegt. Die entsprechende Fläche gehört der Saga GWG“, erklärt Hentschel. Ein Antrag, die entsprechenden Kosten inklusive eines möglichen Flächenankaufs durch das Bezirksamt ermitteln zu lassen, wurde nun aber im Verkehrsausschuss vertagt. Dazu Hentschel: „Anscheinend hat es die SPD mit der Realisierung nicht mehr so eilig.“ Dazu Lars Kocherscheid-Dahm, Fachsprecher Verkehr in der SPD-Fraktion: „Nach einer ersten groben Schätzung des Bezirksamtes wäre allein die bauliche Umsetzung eine umfangreiche Maßnahme in sechsstelliger Höhe – vom Flächenankauf ganz zu schweigen. Eine solche Maßnahme können wir nicht ‚einfach so‘ durchwinken, sondern haben das Bezirksamt jetzt gebeten, den Aufwand genau zu prüfen.“

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