Zukunft gemeinsam gestalten

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Dr. Viola Krizak und Gerd Hoffmann engagieren sich für den Dialog zwischen Deutschen und Polen. Foto: Christa Möller

Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg

Von Christa Möller
Farmsen-Berne. Die Liebe ist schuld: 1969 lernte die polnische Betriebswirtschaftsstudentin
Viola Krizak während eines Praktikums in Zagreb einen deutschen Studenten kennen. Die beiden verliebten sich und heirateten trotz widriger politischer Umstände drei Jahre später in Polen. „Dann durfte ich ausreisen“, erinnert sich Viola Krizak. In Deutschland suchte sie Kontakt zu polnischen Gruppen und wurde Mitglied der vor vierzig Jahren gegründeten Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg, deren Vorsitzende sie seit 2008 ist.

Mit der Heimat verbunden

Die Verbindung mit Polen liegt ihr sehr am Herzen, sie besucht einmal im Jahr ihre Familie dort und es freut sie natürlich besonders, dass auch ihr Hamburger Enkelkind die polnische Sprache lernt. Für die Deutsch-Polnische Gesellschaft organisiert sie Reisen nach Polen.

300 Vereinsmitglieder

Von den circa 300 Vereinsmitgliedern sind circa 75 Prozent Deutsche wie auch Gründungsmitglied Gerd Hoffmann, der von 1991 bis 2008 den Vorsitz hatte und heute Ehrenmitglied ist. Aus dem „Arbeitskreis Polen“ entstand die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg als bundesweit zweite - die erste war kurz zuvor in Kiel gegründet worden. Zum Vorsitzenden wurde Pastor Hans Mohn gewählt.
„Es ist einigen Leuten bewusst geworden, dass ohne Frieden in Polen kein Frieden in Europa ist“, erklärt Dr. Viola Krizak. Heute sind im Bundesverband in Berlin insgesamt 52 Gesellschaften mit etwa 3.500 Mitgliedern vereint. In Polen gibt es 23 Polnisch-Deutsche Gesellschaften. Die zweisprachige Mitgliederzeitschrift mit dem treffenden Namen „DIALOG“, 1987 erstmals herausgegeben, erscheint viermal jährlich, ist im Abonnement erhältlich und wird außerdem in bestimmten Läden in Polen verkauft. Finanziert wird sie durch Zuschüsse von Bundesinstitutionen in Deutschland. Die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit in Warschau finanziert den Druck, der in Polen erfolgt.

Partnerschaften und
Sponsoren

Viele Hamburger unterstützen die Arbeit des Vereins – auch auf ganz praktische Weise. „Wenn zur Weihnachtsfeier im Dezember ein Mädchenchor aus Warschau kommt, werden die Kinder in Hamburger Familien untergebracht“, freut sich Dr. Viola Krizak. Viele Städte- und Gemeindepartnerschaften tragen zum gegenseitigen Kennenlernen bei. „Wir wollen in die Zukunft schauen und die Geschichte stört uns nicht dabei.“ Die Gesellschaft fördert den Erfahrungsaustausch unter anderem im Rahmen eines Bioenergieprojekts in Polen. Der Kontakt zwischen der jüngeren Generation ist der Deutsch-Polnischen Gesellschaft ebenfalls wichtig, so gibt es Partnerschaften zwischen Hamburger und polnischen Schulen. Zu den Aktivitäten der Gesellschaft gehören Kontakte zu Germanistikstudenten aus Südostpolen. „Wir haben geholfen, dort 1990 die polnisch-deutsche Gesellschaft zu gründen“, sagt Dr. Viola Krizak.

Polnischunterricht

Weil die Deutsch-Polnische Gesellschaft, die eng mit dem Polnischen Generalkonsulat zusammenarbeitet, nur bescheidene finanzielle Möglichkeiten hat, freuen sich die Mitglieder besonders über viele Partner, die sie unterstützen. Dazu zählen unter anderem die Katholische Akademie, die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung und der Förderverein Rettet die Nikolai-Kirche. Sehr nachgefragt ist der Polnisch-Unterricht, den die Gesellschaft anbietet, aus ganz unterschiedlichen Gründen: Die Teilnehmer haben polnische Freundschaften, wollen als Touristen nach Polen reisen oder aufgrund wirtschaftlicher Verbindungen die Sprache erlernen.

Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg,
Tel.: 0176 – 79 06 06 82. Büro im Haus der Volkshochschule Hamburg-Ost am Berner Heerweg 183 hat. Im Internet unter dpg Hamburg
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