Zum Schutz der Bürger

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Hans-Jürgen Siebensohn, Leiter des PK 38, sprach über die Polizeiarbeit Foto: hbz
 
Das könnte an einem typischen Tag eine Schicht der Polizei des PK 38 beschäftigen.... Foto: hbz

PK-38-Chef Hans-Jürgen Siebensohn beim Rahlstedter Kulturverein

Von Hubert Bätz
Rahlstedt
In der neuen Veranstaltungsreihe des Rahlstedter Kulturvereins stellen sich Menschen vor, die das Leben Rahlstedts prägen. Den Anfang machte Hans-Jürgen Siebensohn. Sichtlich. Sichtlich gut gelaunt schilderte der oberste Polizist des Polizeikommissariats 38, welche Aufgaben und welche Stellung die Polizei in Rahlstedt hat. Zwar sollte seinem Vortrag noch eine Diskussion folgen, aber dieser Plan misslang. Schuld waren vielleicht sein reichlich mit Humor gespickten Vortrag und einige Fragen. Trotzdem vermisste am Ende kaum jemand die Diskussion, denn beinahe jeder Anwesende hatte das Gefühl, viel Wissenswertes über Rahlstedt, Wandsbek und die Polizei erfahren zu haben.

Großer Bezirk


Das lag daran, dass Siebensohn geschickt Statistik mit persönlichen Erfahrungen verpackte, und dabei auch zu kleinen Anekdoten griff. So erklärte er am Beispiel Niendorfs, dessen PK er früher leitete, und seiner damaligen Begegnung mit dem Popmusiker Michael Jackson, was es für die Polizei bedeute „für die Sicherheit von Prominenten oder Normalbürger verantwortlich zu sein“.
Der Leiter des PK 38 schilderte ausführlich Reformen bei der Hamburger Polizei und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten und den Bürgern. Danach sind für den Bezirk Wandsbek die drei Kommissariate 37 (Wandsbek), 35 (Poppenbüttel) und 38 (Rahlstedt) zuständig. Das umfasst 22 Stadtteile mit ca. 340.000 Einwohnern. Eine Größenordnung vergleichbar mit Städten wie Bonn oder Wuppertal. Ca 400 Schutzpolizeibeamte und ca. 80 Kriminalbeamte arbeiten in den drei PKs. Schwerpunkte der Arbeit für die Männer des PK 38 sind Verkehrsunfälle und Wohnungseinbrüche.
Hans-Jürgen Siebensohn, geboren in einem Dorf in der Lüneburger Heide, hat kein Verständnis für Gewalt gegen Schwache in unserer Gesellschaft, daher ist ihm besonders der Umgang der Gesellschaft mit Kindern und Alten wichtig.
In entsprechenden Fällen sollte die Polizei nötigenfalls mit soviel Härte, wie ihr zur Verfügung steht, gegen Täter vorgehen, sagte der Vater zweier Söhne (16 und 19 Jahre).

Viel Erfahrung


Siebensohn hat reichlich Polizeierfahrungen in verschiedenen Hamburger Polizeistationen, als Bereitschaftspolizist bei polizeilichen Großeinsätzen in Gorleben oder Großstädten wie Frankfurt am Main, der Besuch der Polizeihochschule Münster haben ihn nach eigenem Bekunden zu einem leidenschaftlicher Verfechter einer freiheitlich demokratischen Grundordnung gemacht. Sein Fazit, das er auch bei solchen Großdemonstrationen und als Straßenpolizist gewann: Diese freiheitliche Grundordnung erlaubt jedem, auch unangenehmen Zeitgenossen, frei ihre Meinung zu äußern, solange sie keine Straftat begehen. Siebensohn: „So etwas muss und kann unsere Demokratie ertragen.“
Genauso wichtig sind dem Revierleiter aber auch neben dem Schutz der Bürger, der Schutz seiner Kollegen, für die er verantwortlich ist. Er erklärte dazu: „Polizisten sind Menschen mit den gleichen Problemen wie Du und ich. Sie haben gleiche Sorgen um Finanzen um partnerschaftliche Probleme, bei der Erziehung ihrer Kinder. Mein Job ist es dafür zu sorgen, dass die Polizeiarbeit und der Schutz der Bürger funktionieren.“
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