Zwangsarbeiter in Wandsbek

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Natalija Radschenko war im Wandsbeker KZ-Außenlager inhaftiert. Sie kommt zur Gedenkveranstaltung Foto: wb

Gedenkveranstaltung für Opfer der NS-Diktatur

Wandsbek. Die Bezirksversammlung Wandsbek lädt zu einer öffentlichen Veranstaltung anlässlich des 71. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ein.

Die Veranstaltung steht unter der Überschrift: Zwangsarbeit im KZ-Außenlager Wandsbek (Drägerwerk). Die Bezirksversammlung Wandsbek erinnert an ehemalige Inhaftierte. Neben Wortbeiträgen von Stefan Romey (Autor) und Schülerinnen und Schülern des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums wird als Gast Natalija Radschenko, ehemalige Gefangene des KZ-Außenlagers, erwartet. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Katharina Hempel (Gitarre) und Shin-Ying Lin (Querflöte). Im Anschluss folgt ein stilles Gedenken an der Gedenkstätte Ahrensburger Straße 162. Ein Busshuttle wird zur Verfügung gestellt.

Mitten in Wandsbek befand sich von Juni 1944 bis Mai 1945 an der Ahrensburger Straße 162 ein Konzentrationslager für Frauen. Mehr als 500 Häftlinge waren in diesem Außenlager des KZ Neuengamme eingesperrt. Sie mussten Zwangsarbeit für das Drägerwerk leisten, das seinen Stammsitz in Lübeck hatte. Viele Wandsbeker Bürger kannten dieses Lager. Einige Betriebe und Privathaushalte hatten sich bei der SS Anfang 1945 im KZ Frauen zum Arbeiten „ausgeliehen“. Am 1. Mai 1945 wurde ein Großteil der Häftlinge durch das Schwedische Rote Kreuz in Sicherheit gebracht. (wb)

Gedenkfeier am Mittwoch, 4. Mai, 17 Uhr im Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4.
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