Zwei Bürgerbegehren um einen Sportplatz

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Die Grundschule Stapelfeld Foto: bim

Die eine Initiative ist für den Neubau des Sportplatzes, die andere Gruppe ist dagegen

Stapelfeld In Stapelfeld wird es spannend. Zwei konkurrierende Bürgerbegehren wurden jetzt von der Kommunalaufsicht für zulässig erklärt. Die eine Initiative spricht sich gegen einen Neubau des Sportplatzes Am Drehbarg aus, die zweite um den Vorsitzenden des VSG Stapelfeld, plädiert für den Umbau des Platzes.

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portverein für Umbau


Ursprünglicher Auslöser des Konflikts ist die Bebauung des bisherigen, von der Grundschule und vom Verein genutzten Sportplatzes Am Ecksoll. Der B-Plan 5 ist inzwischen rechtskräftig, der Verkauf der Grundstücke läuft an. Von vornherein gab es hier Streit, weil befürchtet wurde, der verbleibende Sportplatz sei zu klein für den Sportunterricht der Grundschüler. Inzwischen wird unter den Gemeinden des Schulverbands (Stapelfeld, Braak und Brunsbek) aber schon ein Neubau der Schule an anderer Stelle diskutiert, da auch das Gebäude sanierungsbedürftig ist. Dann entstünde auch ein neuer Sportplatz.
Die Gemeinde plante daher den Umbau des Platzes Am Drehbarg. Darüber freut sich der Sportverein, denn: „Der Umbau des Platzes ist für den Verein existentiell wichtig. Wir möchten einen Kunstrasenplatz mit umlaufender Laufbahn. Der kann dann ganzjährig genutzt werden“, argumentiert Rainer Matzanke, der Vorsitzende des VSG Stapelfeld, der etwa 570 Mitglieder hat. Neun Mannschaften nutzen derzeit den Platz Drehbarg. Jährlich werden 220 Sportabzeichen abgenommen. Und die Pflege nur eines Platzes sei einfacher.

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ängere Wege für Kinder


Die Bürgerinitiative um Gerhard Schack dagegen sieht die Sicherheit der Kinder gefährdet und den Sportplatzumbau als Steuerverschwendung an. Zum Sportplatz Drehbarg müssten die Kinder einen etwa 15-minütigen Weg zurücklegen. „Das führt zu Einschränkungen des Sportunterrichts“, fürchtet Schack. Die Initiative möchte daher den vorhandenen Platz erhalten und sanieren. Zudem bemängelt Gerhard Schack diverse Verfahrensfehler: Mehrere Anträge seien vom Amt nicht beantwortet worden, und es gebe Fehler im Protokoll der Gemeinderatssitzung sowie im Abwägungsbescheid zum B-Plan Ecksoll. „Ich verweise auf die Anweisung der Kommunalaufsichtsbehörde vom 20.8.2014 an die Gemeinde Stapelfeld, ab sofort alles zu unterlassen, was eine spätere Umsetzung des mit dem  Bürgerbegehren verfolgten Anliegens beeinträchtigen könnte“.
Dazu sagt Bürgermeister Jürgen Westphal (WGS): Es wird im Moment nichts Neues beschlossen. Das Verfahren läuft, es wird nicht gestoppt, die eingeleiteten Maßnahmen laufen. Der Gemeinderat hat am Montagabend beschlossen, das Bürgerbegehren am 29. März durchzuführen. (bim)
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