Zweifel bleiben in Hamburg

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Die beiden CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Karl-Heinz Warnholz (li.) und Friederike Föcking präsentieren aktuelle Zahlen über Rahlstedt Foto: rg

Freibad-Zukunft unklar. Senat-Antwort unkonkret

Von Rainer Glitz
Hamburg. Die Besucherzahlen des Freibades im Wiesenredder sehen eigentlich gut aus. Im Jahr 2012 waren es 20.800 Badegäste und damit weniger als der Bäderland-Durchschnitt von 23.766. Im warmen Sommer des Jahres 2013 stiegen die Rahlstedter Zahlen auf 32.318 (Bäderlandschnitt: 32.963 Gäste). Und im kälteren Sommer dieses Jahres lagen die Zahlen bei 26.316 (Schnitt: 26.918). Diese Zahlen nannte der Hamburger Senat in seiner Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Friederike Föcking und Karl-Heinz Warnholz. Zur finanziellen Lage des beliebten Freibades sagt der Senat nichts – mit Hinweis auf das Geschäftsgeheimnis.

Die Rahlstedter müssten somit offensichtlich weiter um ihr Freibad bangen, befürchten Föcking und Warnholz. Die beiden CDU-Abgeordneten sind entsprechend unzufrieden mit der Antwort auf ihre Fragen: „Wieder gibt der Senat keine Auskunft, ob das Freibad Rahlstedt auch in Zukunft der zahlenmäßig wachsenden Bevölkerung zur Verfügung steht.“ Stattdessen fänden sich nur schwammige Formulierungen und Verweise auf ein zehn Jahre altes Konzept des Betreibers Bäderland. Eine überarbeitete Fassung des Konzeptes soll erst im kommenden Frühjahr veröffentlicht werden. „Diese Intransparenz fördert Befürchtungen, dass das Freibad geschlossen werden könnte“, so Föcking und Warnholz. Denn offenbar fehlten Grundstücke zur Umsetzung des Wohnungsbauprogramms.

Deutlich zufriedener mit der Antwort des Senates sind Föcking und Warnholz bezüglich einer weiteren Anfrage zur Entwicklung in ihrem Wahlkreis 14. Wie viele Menschen wohnen in Rahlstedt? Welche Kindertagesstätten und Schulen gibt es, welche sozialen Einrichtungen für Kinder, Familien oder Senioren? Wie hat sich die Kriminalität in den letzten Jahren entwickelt? Antworten finden sich in der knapp 100 Seiten langen Antwort. „Damit haben wir nun schon zum dritten Mal viele wichtige Daten und Fakten für Rahlstedt abgefragt. Damit können Entscheidungsträger in Hamburgs größtem Stadtteil, aber auch alle anderen interessierten Bürger gut weiterarbeiten“, erklärten die beiden Abgeordneten. Zu finden ist die Anfrage (Drucksachennummer 20/13289) im Internet in der Parlamentsdatenbank der Hamburgischen Bürgerschaft unter buergerschaft-hh.de/parldok/.
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