Auf gute Machbarschaft!

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Erika Sayadian (li.) informiert sich bei Claudia Orgaß über den Verein

Mitglieder für Verein gesucht. Infoveranstaltungen im Kulturschloss

Von Karen Grell
Wandsbek Die Hinschenfelder haben vor ein paar Monaten den Verein „Machbarschaft“ gegründet, der Anwohner vernetzen und eine gegenseitige Nachbarschaftshilfe ins Leben rufen soll. Sich von Tür zu Tür unterstützen, wo der Pflegedienst noch nicht greift - das ist das Ziel der Organisation.
Claudia Orgaß hat sich auf die Suche gemacht und Menschen angesprochen, für die das Projekt passen könnte. Mit 100 Mitgliedern kann der Verein dann gegründet werden, „noch fehlt die Hälfte“, so Orgaß, die weiter Werbung für die gute Sache macht.
Hochmotoviert hat auch Erika Sayadian sich bei dem Verein gemeldet und würde bei Bedarf auch immer gern kleine Hilfsangebote in Anspruch nehmen. „Das kann mal ein Botengang zur Apotheke sein oder ein nettes Gespräch“, so die Seniorin, die zurzeit ans Haus gebunden ist.
Ob im Haushalt, im Garten oder bei einem Arztbesuch, der Verein will seine Hilfe überall dort anbieten, wo professionelle Pflege noch nicht zum Zuge kommt. „Wir wollen die Lücke zwischen Hilfsbedürftigkeit und Angebot schließen“, so Claudia Orgaß, die erste Vorsitzende von Machbarschaft. Wer die Hilfe der Nachbarschaftsorganisation nutzen möchte, zahlt 8,60 Euro pro Stunde, der Helfende erhält davon 6,80 Euro als Vergütung, der Rest geht in die Rücklagen des Vereins und wird für Fahrtkosten berechnet.

Schulungen inklusiv

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Die Idee von Machbarschaft basiert in erster Linie darauf, den Menschen im Alter so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu sichern. „Viele Anwohner im Stadtteil würden gern ihre Hilfe anbieten“, weiß Claudia Orgaß. „Wir bereiten die Helfer mit Schulungen auf ihre Einsätze vor.“
Erika Sayadian, die aus dem Rheinland kommt, schätzt die Idee des Machbarschaftvereins sehr. Aus ihrer Heimatstadt kennt sie die Verbundenheit zwischen den Nachbarn noch. „Da wurde sofort nachgefragt, wenn ein Nachbar einmal nicht aus dem Haus kam“: In Hamburg sei das viel anonymer.
Wer sich für Machbarschaft interessiert, kann zu einer der nächsten Infoveranstaltungen kommen.
Machbarschaft, Wandsbek-Hinschenfelde, Dernauer Straße 27a,
donnerstags 9 bis 12 Uhr oder nach Absprache, Tel. 650 666 861 oder 0173-2168934
Informationsveranstaltungen: 6.11. 18:30 Uhr, Di. 18.11., 10:30 Uhr, 27.11. 14.30 Uhr
im Kulturschloss Wandsbek, Königsreihe 4
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