Ausgezeichnet für Stadtteilarbeit

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Ingrid Voss mit der Verdienstmedaille und Urkunde. Foto: kn

Ingrid Voss engagiert sich in Wandsbek

Von Kirsten Netzow
Wandsbek. Es sei kein Stolz, es sei eher eine große Dankbarkeit, die sie empfinde, sagt Ingrid Voss. Vor wenigen Tagen überreichte Finanzsenator Dr. Peter Tschentscher der 73-jährigen im Hamburger Rathaus die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihr außerordentliches, ehrenamtliches Engagement.
Seit mehr als 40 Jahren ist Voss in Wandsbek tätig, setzt sich zum Wohle der Menschen im Stadtteil ein und macht diesen für die Bewohner lebenswert. Seit 1949 ist Hamburg die Heimat der aus Clausthal-Zellerfeld im Harz stammenden Voss. Medizin wollte sie ursprünglich mal studieren, aber das hätte dann mit dem Geldverdienen zu lange gedauert, gesteht sie lächelnd. Also wurde sie Auslandskorrespondentin, arbeitete als Exportsachbearbeiterin und später als Sachbearbeiterin im familieneigenen Betrieb.
Ende der sechziger Jahre beginnt sie, sich als Klassenelternvertreterin und als Mitglied in Elternräten zu engagieren, insbesondere in den Bereichen Schulwegsicherung und Asbestbeseitigung an Schulgebäuden.
1990 wird sie zweite Vorsitzende im Bürgerverein Wandsbek von 1848 e.V. Seit 2010 ist sie erste Vereinsvorsitzende. Ein besonderes Augenmerk lag und liegt in ihrem Wirken für das Heimatmuseum in der Böhmestraße als Einrichtung des Bürgervereins. Öffentliche Mittel und Spenden warb sie für den Umbau, den Erhalt und die Ausstellungsgestaltung ein.
In der Kommunalpolitik setzte sie sich im hohen Maße für die Stadt- und Landschaftsplanung ein, insbesondere in der Kommission für Bodenordnung. „Das hat mir mit am meisten gefallen, die sensible Bebauung und sanfte Entwicklung eines Stadtteils“, so Voss. Auch in der Seniorenarbeit hat die zweifache Großmutter sich verdient gemacht. Erst kürzlich feierte der Freundeskreis des Pflegeheims Wandsbek-Marienthal e.V. unter dem Vorsitz von Ingrid Voss sein 20-jähriges Bestehen.
Das alles ist jedoch nur ein winziger Teil dessen, was die Wandsbekerin in mehr als vier Jahrzehnten für ihren und in ihrem Stadtteil auf die Beine gestellt hat. „Freiheit war mir immer das Wichtigste und diese Freiheit habe ich mir mit allen Tätigkeiten genommen“, sagt sie. In der Vergangenheit wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. So verlieh ihr die Wandsbeker Bezirksverwaltung zweimal die Wandsbek-Medaille in Silber.
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