Immer nah dran

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Ulrike Ritter koordiniert die kulturellen Veranstaltungen im Stadtteil Dulsberg. Foto: Netzow/hfr

Ulrike Ritter, die Kulturkoordinatorin

Dulsberg. Pressemitteilungen schreiben, Bands für Auftritte buchen, Gelder einwerben, Ehrenamtliche einarbeiten, Ein-Euro-Kräfte betreuen – der Alltag von Ulrike Ritter ist abwechslungsreich. Wäre da nicht das beschränkte Kontingent von 27 Arbeitsstunden in der Woche.
Seit zwölf Jahren ist Ritter im Stadtteilbüro Dulsberg an der Probsteier Straße tätig und zuständig für die Koordination Kultur. Ihre Stelle ist in ihrer Form einzigartig: Im Stadtteilbüro wird geplant und koordiniert, bespielt wird der gesamte Stadtteil. Viele Veranstaltungen finden in dem zum Stadtteilbüro zugehörigen Veranstaltungsort Kulturhof im Alten Teichweg statt. Für die Kulturarbeit gut vernetzt zu sein, ist unerlässlich.

Ideen erwünscht

„Ich frage Kollegen bei der Buchung von Theatergruppen und Bands um Tipps, das sichert die Qualität der Veranstaltungen“, sagt die 43-Jährige. Sie mag es, dass man „viel Kontakt zu ganz unterschiedlichen Leuten hat“. Über noch mehr Engagement direkt aus dem Stadtteil und Vorschläge für Veranstaltungen von Dulsbergern würde sie sich freuen. So wäre es denkbar und wünschenswert für die Kulturkoordinatorin, dass „jemand mit Herzblut eine Veranstaltungsreihe zwei- bis viermal pro Jahr für ein Publikum zwischen 20 und 30 Jahren anbietet.“ Beispiele dafür gibt es bereits in Form von Reihen wie dem Dulsberg Poetry Slam oder dem KulturHOF-Jam. Ob Kindertheater, Ghanaisches Erntedankfest, Dulsberger HerbstLESE oder türkisches Erzählcafé: Es ist eine bemerkenswerte Bandbreite an Veranstaltungen, die Ritter für die unterschiedlichen Zielgruppen auf die Beine stellt. „Meine Arbeit ist in den letzten Monaten viel routinierter geworden. Die Vernetzung in und mit der Stadtteilkulturszene geschieht nur noch punktuell. Jetzt bin ich viel vor Ort im Stadtteilbüro, vorher war ich viel unterwegs“, beschreibt sie die Veränderungen in ihrem Job durch die Stundenkürzung. Von Haus aus ist die Mutter zweier Kinder Englisch- und Französischlehrerin und besitzt einen Magister in Literaturwissenschaft. An ihrem Job schätzt sie, dass sie etwas tue, das sie erfülle und dabei ganz nah dran sein könne an den Menschen“. Ihr Wunsch für die Dulsberger: „Die Leute sollen gern in ihrem Stadtteil wohnen.“ (kin/hfr)/hfr
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