„Runter vom Sofa...“

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In der Sporthalle des Gymnasiums Marienthal treffen sich regelmäßig Sportinteressierte auf Einladung des Vereins Jugend ohne Grenzen Fotos: Marco Schröder
 
Marco Schröder möchte mit seinem Verein Jugend ohne Grenzen junge Menschen für das Ehrenamt motivieren

Verein Jugend ohne Grenzen: Sport und Weiterbildung für Engagierte

Von Christa Möller
Bezirk Wandsbek. Der Spaß am Ballsport ist ihnen anzusehen, aber diese Aktiven in der Sporthalle des Gymnasiums Marienthal eint noch etwas Besonderes: Sie alle engagieren sich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen in ganz Hamburg und freuen sich über Unterstützung durch einen besonderen Verein: Jugend ohne Grenzen.
Seine Zielgruppe kommt aus allen Bereichen der Jugendhilfe, unter anderem aus dem Jugendrotkreuz, von der Jugendfeuerwehr, den Johannitern, dem Technischen Hilfswerk, von den Pfadfindern, der Kirche sowie aus Musik-, Natur-/Umwelt- und Sportvereinen. Denn Jugend ohne Grenzen will ehrenamtlich Aktive motivieren, aus- und weiterbilden und vernetzen. Vor elf Jahren hat der Verwaltungsleiter Marco Schröder den Verein in Malente gegründet mit dem Ziel, den Erfahrungsaustausch auf regionaler, bundesweiter und internationaler Ebene zu fördern und die Kompetenzen weiter auszubauen. Der 39-jährige Rahlstedter kann heute stolz vermelden: „Der Verein hat 110 Mitglieder und unseren Newsletter erhalten 1.400 Ehrenamtliche.“

„Runter vom Sofa...“

Eines der Angebote lockt inzwischen zwanzig Hamburger Sportinteressierte, die größtenteils aus dem Bezirk Wandsbek kommen, „Runter vom Sofa … rein in die Sporthalle“, und zwar jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat von 18 bis 20 Uhr. In der neuen Sporthalle des Gymnasiums Marienthal spielen sie Volleyball, Fußballtennis, Uni-Hockey, Basketball und Fußball. Das Dauerangebot läuft seit eineinhalb Jahren. „Wir würden uns freuen, wenn noch andere Interessierte vorbeikommen“, sagt Marco Schröder,
Viel Spaß mit Bewegung haben kleine Hamburger ab 18 Monaten, die schon laufen können. Mit Eltern, Großeltern oder Freunden kommen sie – nach Anmeldung - sonnabends von 10 bis 12 Uhr in die Turnhalle der Grundschule Bekassinenaus 126.
Doch auch Bildungsveranstaltungen werden gern von den Ehrenamtlichen besucht, denn die Idee des Vereins ist es, nicht nur die einzelnen Fachbereiche zu vernetzen, sondern auch verschiedene Regionen kennenzulernen. In Gifhorn trafen sich kürzlich 25 Ehrenamtliche aus verschiedenen Städten, um sich über das Thema Veranstaltungsorganisation zu informieren.
Zwei Referenten erleuchteten unter anderem finanzielle Fragen und den Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Der Alterschwerpunkt der Mitglieder liegt ab 16 Jahren, wie Schröder erläutert, „wir haben aber auch Aktive, die bis sechzig Jahre alt sind.“

Motivationsveranstaltung für Ehrenamtliche

Für die Ehrenamtlichen gibt es außerdem Motivationsveranstaltungen wie beispielsweise den Besuch des Musicals Tarzan, zu dem 150 Gäste aus ganz Deutschland anreisten, „als Motivation, weiter dabei zu bleiben, sich ehrenamtlich zu betätigen“, erklärt Schröder, der mit 14 Jahren als Gruppenhelfer und Jugendgruppenleiter im Sportverein und in der Kirche erste ehrenamtliche Erfahrungen sammelte und seit seinem 18. Lebensjahr lizenzierter Übungsleiter und Tennistrainer ist. Zehn Jahre lang organisierte er vierzehntägige Ferienfreizeiten für bis zu 100 Kinder an der Ostsee. Für ihn ist das Engagement im Verein schlicht Ausgleich zur Büroarbeit. Sein Ziel: „Das vorhandene Angebot an Sport- und Freizeitgruppen zu erweitern.“ Ehefrau Christiane Baller-Voigt hat er längst angesteckt, auch sie setzt sich für andere ein und leitet die Krabbelgruppe von Jugend ohne Grenzen. Bleibt bei soviel Einsatz noch Zeit fürs Privatleben? Für das junge Ehepaar ist das kein Problem: „Der größte Teil des Freundeskreises besteht aus aktiven Menschen, die sich irgendwo beteiligen…“

Mehr Informationen unter www.jugend-ohne-grenzen.net oder telefonisch bei Marco Schröder unter Tel.: 57 20 17 72
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