Weil Armut ein Problem ist

Anzeige
Irene Varlemann (r.)und Sophie Stern beraten vor Ort in Berne und freuen sich auf ihre Aufgabe mit den Familien im Stadtteil. Foto: kg

Sozialberatung im AWO-Familienzentrum. Hilfe für Alleinerziehende und Familien

Farmsen. Wer sich in einer schwierigen wirtschaftlichen, persönlichen oder sozialen Lage befindet, Informationen zu Leistungen wie Hartz IV oder Elterngeld braucht, von Arbeitslosigkeit oder dem Verlust seiner Wohnung bedroht ist, oder Probleme mit den Anträgen bei den Behörden hat, der erhält unkompliziert Hilfe bei der Sozialberatung im Berner Heerweg. Irene Varlemann und Sophie Stern beraten Menschen, die mit ihrer momentanen Situation alleine nicht mehr zurechtkommen. Das kann eine Überlastung durch die vielen Behördengänge sein, mit deren System die Antragstellenden sich nicht auskennen, das kann eine Trennungssituation sein, in der erst einmal geklärt werden muss, welche Leistungen der Familie überhaupt zustehen oder wie viel Unterhalt gezahlt werden muss oder ein drohender Wohnungsverlust. Sollte sich bei einem ersten Termin herausstellen, dass die Familie auch Beratung bei der Erziehung der Kinder braucht oder noch andere Sorgen mitgebracht hat, dann kann das Team der Sozialberatung gleich an die entsprechenden Stellen weitervermitteln. Das Prinzip der Beratungsstellen ist es, möglichst viele Hilfesuchende anzusprechen, durch ein unbürokratisches Beratungsangebot, bei dem der Besucher auch anonym bleiben kann und zudem eine kostenlose Unterstützung erfährt. „Die Haushalte mit Alleinerziehenden nehmen immer mehr zu“, so Irene Varlemann von der Beratungsstelle. Wo dann das Geld auch vorher schon knapp war, fehlt es dann an allen Ecken. Gerade die Mütter, die in den meisten Fällen mit den Kindern zurückbleiben, haben große Sorgen, um den eigenen Beruf wieder aufzunehmen, sich um die Versorgung der Kinder zu kümmern und mit dem Geld auszukommen, das ihnen zur Verfügung steht. In manchen Fällen ist dann trotz eines geregelten Einkommens die Aufstockung mit zusätzlichen Sozialleistungen notwendig, damit die Familie weiterhin zurechtkommt. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt hat sich erheblich verschlechtert und Sophie Stern weiß, wie schwer es ist für eine Mutter mit drei kleinen Kindern, die auf Hartz IV angewiesen ist, eine ausreichend große und bezahlbare Unterkunft zu finden. Um zu verhindern, dass Familien in die Wohnungslosigkeit abrutschen, weil sie verschuldet sind und die Miete nicht mehr aufbringen können oder keine Soziallleistungen beantragen können, weil sie die Formulare nicht verstehen, helfen ihnen die Beraterinnen des Kinder- und Familienzentrums der AWO. (kg)

Sozialberatung, Berner Heerweg 344/Birckholtzweg 21, tel: 38 66 17 -64 oder -63, Offene Sprechstunde: Freitag 9 bis 12 Uhr, feste Termine nach Absprache, www.awo.hamburg.de
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige