Einbrecher in Hamburg leben nicht mehr sicher

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Polizei führt verstärkt Großeinsätze durch Symbolfoto: thinkstock

Großeinsätze: Polizei hat Täternden Kampf angesagt

Hamburg Die Polizei Hamburg hat am vergangenen Donnerstag einen Großeinsatz zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität in den Stadtteilen Hummelsbüttel, Volksdorf, Wellingsbüttel, Farmsen, Berne, Wandsbek-Gartenstadt, Rahlstedt und Hohenhorst durchgeführt. 177 Beamte wurden eingesetzt, die zum Teil in zivil durch die Stadtteile gingen. Zudem fahndeten Beamte in Funkstreifenwagen sowie Zivilbeamte in verschiedenen Stadtteilen nach potenziellen Einbrechern und kontrollierten verdächtige Fahrzeuge sowie die darin sitzenden Personen und Gegenstände. Der Einsatz fand in enger Kooperation der „Soko Castle“ und den örtlichen Einbruchsdezernaten der Polizeikommissariate statt. Die Beamten überprüften 94 Personen und 38 Fahrzeuge, stellten dabei unter anderem auch 162 Tempo- sowie weitere Verkehrsverstöße fest. Zwei Männer wurden wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes vorläufig festgenommen.
Bei der Überprüfung eines VW Golf nahmen die Beamten Cannabisgeruch wahr. Im Wagen lag auf der Rückbank ein Rucksack mit neun verkaufsfertigen Beuteln Marihuana, die beschlagnahmt wurden. Den 20-jährigen Besitzer des Rucksacks nahmen die Polizisten vorläufig fest und schalteten das Drogendezernat ein. Wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln durchsuchten die Beamten die Wohnung des Beschuldigten in Farmsen-Berne. Dabei wurden außer zwei Butterflymessern, einem Schreckschussrevolver und einem Reizstoffsprühgerät auch weitere Drogen sichergestellt. Im Keller wurde eine kleine Cannabisaufzuchtanlage gefunden, die ebenso sichergestellt wurde wie insgesamt mehr als 100 Gramm Marihuana, das in „Griptüten“ bereits für den Verkauf vorbereitet war.
In Meiendorf hatten die Einsatzkräfte einen Hinweis auf einen Einbruch in ein Fabrikgebäude und einen flüchtigen Täter. Die Beamten konnten daraufhin einen 30-Jährigen noch in Tatortnähe vorläufig festnehmen. Wie sich herausstellte, hatte der 30-Jährige in der offen stehenden Lagerhalle lediglich eine Sachbeschädigung begangen.
Am Poppenbütteler Weg in Hummelsbüttel beobachtete eine Zeugin drei junge Männer, die eine Terrassentür einschlugen und das Mehrfamilienhaus betraten. Kurze Zeit später flüchteten die Einbrecher, von denen ein 20-Jähriger aufgrund der abgegebenen Personenbeschreibung der Zeugin vorläufig festgenommen werden konnte.
In Hummelsbüttel wurde zudem ein 35-Jähriger überprüft, da es in der Vergangenheit im Bereich Tegelsbarg vermehrt Einbrüche in Kleingartenvereinen gegeben hatte. Dabei erkannte ein Zeuge den Überprüften als mutmaßlichen Laubeneinbrecher wieder, woraufhin er vorläufig festgenommen wurde. Er wurde jedoch entlassen, da keine Haftgründe vorlagen. Die Polizei kündigt an, dass in Zukunft weitere Schwerpunkteinsätze zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität folgen werden. (wb)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 20.01.2016 | 11:22  
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